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   Samstag, 30 Juli, 2016
   Namenstag feiern: Ingeborg, Inga, Petrus
  Besucher online: 31   
 


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Olsztyn/Allenstein

Olsztyn/Allenstein liegt inmitten ausgedehnter Wälder ist deshalb ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch in der Seenregion. Da die Stadt einen starken Zuwachs an Sommergästen verzeichnet, ist man hier auf Touristen eingestellt.

Wegen der Zerstörungen im Krieg besteht der alte Stadtkern heute vorwiegend aus tristen, grauen Häuserblocks. Aber verstreut zwischen Betonblöcken und staubigen Transportwegen sind noch ruhige Straßen mit sauberen Backsteinhäusern erhalten geblieben. Sie wurden von den ehemaligen deutschen Einwohnern der Stadt errichtet. Erst 1353, zwanzig Jahre nach dem Baubeginn seiner Burg, wurde Olsztyn der Status einer Stadt zugesprochen. Nach dem Toruner Vertrag von 1466 fiel die Stadt wieder an Polen. Damit entging sie endgültig dem Zugriff des Deutschen Ordens. Rund fünfzig Jahre später ließ sich Nikolaus Kopernikus hier als Verwalter der Provinz Ermland nieder, und 1521 unterstützte er den Widerstand der Stadt gegen den Deutschen Orden. Nach der ersten Teilung fiel die Stadt an Preußen. Bis 1945 gehörte sie zu Ostpreußen. Der Widerstand gegen den deutschen Einfluß während dieses Zeitraumes spiegelt sich in der Gründung des Verbands der Polen in Deutsehland im Jahr 1921 wider, einer Organisation, die bemüht war, im Reich die polnische Kultur am Leben zu erhalten. Nach Hitlers Machtergreifung wurde der Verband Zielscheibe des Nazi-Terrors. Viele Mitglieder wurden in den Konzentrationslagern umgebracht. Die Stadt erlitt in der Kriegszeit starken Schaden, 1945 war sie zu rund 40 Prozent zerstört. Inzwischen ist Olsztyn zu einem wichtigen Industriezentrum mit einer Bevölkerung von fast 100.000 Einwohnern aufgestiegen. Die deutschsprachige Bevölkerung, nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Stadt vertrieben, wurde weitgehend durch Siedler aus ganz Polen ersetzt. Vor allem kamen Zuzügler aus den von der ehemaligen Sowjetunion annektierten Ostprovinzen und von noch sehr viel weiter her. Auch eine kleinere lettische Gemeinde gibt es hier.
Sehenswertes
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen alle in der Altstadt, fünfzehn Gehminuten westlich von Eisenbahn- und Busbahnhof. Man kann auch jeden Bus nehmen, der die al. Partyzantow entlang fährt; am besten steigt man am Plac Wolnosci, dem Marktplatz der Stadt, aus. Das gotische Hohe Tor/Brama Wysoka führt direkt zur Altstadt,

die vom Ende der ul. 22 Lipca bequem zu Fuß erreichbar ist. Hat man das Tor durchschritten, gelangt man über die ul. Staromiejska zum Rynek, an dem noch einige der alten Häuser stehen, darunter das interessante, preußisch wirkende Rathaus.
Weiter in westlicher Richtung liegt die Burg aus dem 14. Jahrhundert. Sie wurde umfassend renoviert. Von hier hat man einen schönen Ausblick auf das tief eingeschnittene Tal der Lyna/Alle. Das Museum der Burg informiert über die Geschichte von Masuren und Warmia. Die volkskundliche Abteilung enthält eine schöne Sammlung von Trachten, Kunsthandwerk und Möbeln. Im historischen Teil wird der Widerstand der Einwohner von Warmia gegen alles Deutsche besonders herausgestellt. Außerdem gibt es eine große archäologische Abteilung, die Gegenstände aus alten Gräbern enthält. Zu besichtigen ist auch eine geheimnisvolle Granitgestalt im Burghof. Sie stammt noch aus der Zeit der Pruzzen.

Öffnungszeiten: Museum - Di-So 10-16 Uhr.

Sehenswert in der Burg sind auch die Wohnräume von Kopernikus im ersten Stock des Südwestflügels. Neben einem von Matejko angefertigten Porträt des Gelehrten und mehreren Instrumenten ist in diesen Räumen auch eine Sonnenuhr zu sehen, die Kopernikus entworfen haben soll. Vom Burgturm aus hat man einen schönen Blick auf die Stadt und Umgebung. Im großen Amphitheater direkt unter der Burg finden im Sommer oft Theateraufführungen und Konzerte statt. Nicht weit vom Burgeingang entfernt steht eine strenge, neugotische protestantische Kirche, die die vorwiegend nichtkatholische deutsche Bevölkerung benutzte. Um zur katholischen Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert zu gelangen, muß man zum Rynek zurückkehren. Ursprünglich war diese Kathedrale eine große Pfarrkirche, die auch heute noch einige ihrer früheren gotischen Merkmale aufweist. Trotz umfassender Renovierungen ist es noch immer ein schwermütig stimmender Ort.