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   Montag, 30 Mai, 2016
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Biebrza Sümpfe
Fot. (Wiktor Wolkow)Ein lebender Fluss

Seit Jahrhunderten liegen die weiten und unzugänglichen Biebrza Sümpfe am Rande der polnischen, litauischen und russischen Kulturgebiete. Erst vor 500 Jahren hat der Mensch dort begonnen, im großen Stil die Natur zu verändern. Riesige Sumpfwälder wurden durch Flecken von Torfwiesen ersetzt, die zur Heugewinnung genutzt werden. Trotz dieser Veränderungen haben die Biebrza Sümpfe viel von ihrer Ursprünglichkeit behalten, da sie nie, im Gegensatz zu den meisten Sumpfgebieten Europas, entwässert wurden. Die Biebrza Region ist dadurch heute das größte und besterhaltene Feuchtgebiet seiner Art in Europa. Was es so einzigartig macht, ist das Vorhandensein eines "lebenden Flusses", der frei schlängelnden und über ihre Ufer tretenden Biebrza, die im Frühling große Wiesenflächen in Seen verwandelt. Überschwemmungen fürchtet dort niemand, sondern sie werden als willkommenes Naturereignis betrachtet.

Kronjuwel des europäischen Naturerbes

Aufgrund ihrer Ursprünglichkeit, ihres Reichtums an Wild und ihrer landschaftlichen Schönheit wurden die Biebrza Sümpfe 1993 in den Rang eines Nationalpark erhoben, dem höchsten Rang des. Naturschutzes in Polen. Inzwischen stehen sie auch auf der Ramsar- Konventionsliste der wichtigsten geschützten Feuchtgebiete der Erde.

Gedichte des 19. Jahrhunderts reflektiert im Vogelgesang

Fot. (G. und T. Klosowscy)Jeder Naturliebhaber kann dort etwas nach seinem Geschmack finden. Wer ist nicht überrascht beim Anblick von Teppichen goldener Sumpfdotterblumen auf überfluteten Wiesen, von blühenden Orchideen, einem dahingleitenden Schwarzstorch, einem Duell zweier Kampfläufer, einem Biberbau oder einem friedlich äsenden Elch. Wer hört nicht andachtsvoll auf die flötenähnliche Stimme eines Grossen Brachvogels, die Nachtschreie der Grossen Rohrdommel oder das Heulen eines Wolfes. Man kann aber auch Schätze finden, die nicht sofort ins Auge fallen. Als Zeugen der letzten Eiszeit vor mehr als zehntausend Jahren kann man dort noch Strauchbirken entdecken. Fot. (G. und T. Klosowscy)Sie sind Überreste einer Zeit, als Mitteleuropa von arktischer Tundra bedeckt war. Ihren Ruhm verdankt die Biebrza jedoch den seltenen Vogelarten, die hier noch. leben. Seit vielen Jahren sind die Biebrza Sümpfe unter westlichen Vogelbeobachtern für ihren besonderen Artenbestand bekannt. Nur hier kann man noch eine große Anzahl brütender Weißflügel Seeschwalben finden, Doppelschnepfen und Schelladler. Eine der größten Attraktionen ist zweifellos der Segenrohrsänger. Dieser kleine stumpfgefiederte Vogel ist vom Aussterben bedroht. Der Biebrza Nationalpark stellt seinen wichtigsten Zufluchtsort dar, wo er diesem Schicksal entgehen kann. Es leben dort noch andere Vogelarten, die in Westeuropa entweder ausgestorben oder vom Aussterben bedroht sind. Man kann noch genau denselben Vogelkonzerten lauschen, die Adam Mickiewicz, der polnische Johann Wolfgang von Goethe, schon vor einhundertfünfzig Jahren beschrieben hat. Fot. (G. und T. Klosowscy)

Ein interessantes Schauspiel zu allen Jahreszeiten

Die Biebrza Sümpfe sind nicht nur im Frühling und Sommer, wenn die Natur sich explosionsartig entfaltet, bezaubernd. Der Herbst erzeugt eine majestätische Stille in dieser melancholischen Landschaft von rostgefärbtem Riedgras und Fot. (P.Malczewski)kleinen, goldenen, birkenbestandenen Inseln. Die Herbstnächte hallen vom Röhren des Rotwildes und der Elche wider, das die Saison der Liebe und des Kampfes ankündigt. Im Winter regen die Spuren im Schnee, die durchziehende Wölfe, Otter, Hermeline, Wildschweine, Elche und viele andere vierbeinige und geflügelte Bewohner der Sumpfgebiete hinterlassen haben, zu mancher dramatischen Geschichte an.

Regenbogeneier und glückliche Kühe

Die Biebrza Sümpfe sind die Heimstatt reicher Kulturen, Gebräuche und Traditionen. Sie sind berühmt für ihre komplex gemusterten, handgewebten Wolldecken. Eine andere lebendig gebliebene Volkstradition ist das Eiermalen mit Hilfe von Wachs und Naturfarben. Diese wundervoll gemusterten Eier spielen heute noch eine große Rolle bei den Osterfestlichkeiten. Fot. (A. Gorski)Die die Feuchtgebiete umgebende Landschaft hat viel von einer Ursprünglichkeit bewahrt, die in anderen Teilen Polens verlorengegangen ist. Das gilt auch für die Lebensgewohnheiten ihrer Bewohner. Noch heute stehen an vielen Landstrassen Kreuze und kleine Kapellen, und jedes Biebrza Dorf hat eine bestimmte Anzahl an Weißstorchnestern. In der behaglichen Stille dieser Region genießen auch Kühe noch ein langes und friedliches Leben. Im Gegensatz zu den meisten Angehörigen ihrer Art in Europa stehen ihnen werte offene Weideflächen zur Verfügung. Sie können jederzeit den Fluss durchschwimmen, um diese zu erreichen und selbst entscheiden, wann sie in den Stall zurückkehren wollen.

 

Eine uneinnehmbare Festung

Die weiten, unzugänglichen Feuchtgebiete boten immer einen natürlichen Schutz gegen angreifende feindliche Armeen. Ihre militärstrategische Bedeutung für das Gebiet wurde gestärkt durch den Bau der mächtigen Festung Osowiec und einer Reihe kleinerer Burgen, die auf Befehl des russischen Zaren im 19. Jahrhundert errichtet worden. Die Festung Osowiec hat sich als uneinnehmbar erwiesen, obwohl sie in beiden Weltkriegen häufig belagert worden war. Sie ist heute nicht nur Anziehungspunkt für Touristen und Geschichtsinteressierte. In ihren dunklen Kasematten finden jährlich hunderter von Fledermäusen ein sicheres Winterquartier. Fot. (G. und T. Klosowscy)

Skandinavische Findlinge im Herzen Europas

Überwiegend flach aber voll einzigartiger Schönheit erinnert die Biebrza Region an die eiszeitliche Ära, der sie Entstehung und Gestaltung verdankt. Zurückweichende Eismassen haben nicht nur die FlußebeneFot. (P.Malczewski) und die umliegenden Hügel geformt, sondern auch mitgeführte Gesteine aus Skandinavien hier abgesetzt, Viele dieser Gesteine wurden beim Bau der malerischen Biebrzaer Ställe und Schuppen verwendet. Ein besonders beeindruckender Findling markiert das geografische Zentrum Europas, das sich mitten im Stadtzentrum von Suchowola, der Hauptstadt einer Gemeinde von Biebrza, befindet.

Die gastfreundlichen Sumpfgebiete laden sie ein!

Fot. (G. und T. Klosowscy)Die Biebrza Feuchtgebiete, einst wild und unzugänglich, laden Sie herzlich ein, ganz in Ruhe ihren Charme zu genießen. Im Bedarfsfalle stehen auch örtliche Führer zur Verfügung. Steigen Sie auf einen Beobachtungsturm und bewundern Sie die Landschaft von oben, oder erforschen Sie unser ausgedehntes Netz von Wanderpfaden, das sich über 400 km erstreckt und unterschiedlichste Schwierigkeitsgrade für Wanderer aufweist. Das klare Wasser der Biebrza lädt zum Angeln und zu Kajaktouren ein, während die angrenzenden Wälder Sie zum Pilze- und Beerensammeln erwarten. Ganz in der Nähe lohnt sich ein Besuch der Osowiec Festung, die noch als Militärstützpunkt dient, aber auch Besichtigungen anbietet. Egal, ob Sie Ihren Urlaub auf dem Bauernhof, in einer Pension oder im Hotel verbringen, genießen Sie die schmackhafte und abwechslungsreiche Küche der Region.

Die Biebrza Sümpfe erwarten Sie!

 

 


Alle Informationen über Biebrza Sümpfe mit freundlicher Unterstützung des Biebrza Nationalparks.

Tel: +48 86 2720620 Email: biebrza@biebrza.org.pl (Korrespondenzsprache Englisch)
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