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   Donnerstag, 9 September, 2010
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Dobczyce
Bei Ihren Wanderungen in Krakauer Umgebung sollten Sie auch Dobczyce besuchen.

Dobczyce liegt im malerischen Flußtal der Raba, am Fuße der Mittelbeskiden, 30 km südlich von Krakau entfernt. Es besitzt eine günstige Verbindung über die Schnellstrasse (Zakopianka genant ) Krakow- Zakopane.

Dobczyce wird zu den ältesten Ansiedlungszentren in Malopolska (Kleinpolen) gezählt. Es gibt Sage, die die Gründung der Stadt mit der Herrschaftszeit von Mieszko 1 und dem Schloßvogt Dobek, von dem der Name Dobczyce abgeleitet wurde, verbindet. Im Mittelalter wurde am Ort der altertümlichen Siedlung eine Burg errichtet und die Stadt wurde von den steinernen Mauern umgeben. Die Stadt wurde aufgrund des Magdeburger Rechtes aus dem Jahr 1310 angelegt das 1362 vom König Kazimierz Wielki genehmigt wurde. Die von den Königen verliehenen Privilegien und die Lage an der ungarischen Route schafften gute Bedingungen für die Entwicklung. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelte sich parallel zur Landwirtschaft das Handwerk in zahlreichen Zünften der Schneider, Schuster, Schmiede, Töpfer usw.

Aber die "schwedische Flut" und die Überfälle der Kosaken richteten so empfindliche Verwüstungen an, daß die Stadt ihre Position nicht wiederbekam. Seit dem Jahr 1768 begann sich Dobczyce im Flußtal der Raba, am Fuße einer Anhöhe zu entwickeln. Infolge der Teilung Polens gelangte Dobczyce unter die österreichische Herrschaft. Auf Befehl der österreichischen Behörden wurden die königlichen Güter von Dobczyce auf einer Versteigerung 1817 verkauft. Der 1. und 2. Weltkrieg zerstörten bedeutend die Stadt durch die hier verlaufenden Frontlinien. Von langer und reicher Vergangenheit von Dobczyce zeugen historische Denkmäler auf dem Hügel Zamkowe Wzgórze. Auf dem Hügel blieben die Überreste einer Verteidigungsburg aus dem 13. Jh. erhalten.

Im Laufe der Jahrhunderten waren in der Burg: der König Wladyslaw Lokietek, Kazimierz Wielki, Wladyslaw Jagieqllo mit der Königin Jadwiga, Kazimierz Jagiellonczyk und Jan Dlugosz zu Gast. In der Burg wohnten auch die Starosten von Dobczyce: Werzynek, die Familie Lanckoronski, die Familie Lubomirski.

Die Burg wurde während der "Flut" (schwedischer Überfall) zerstört. Eine vollständige Verwüstung erfolgte beim Abriß der Mauern, als ein in den Mauern eingebauter Schatz entdeckt wurde. Zur Zeit befindet sich in der Burg das W. Kowalski - Regionalmuseum von PTTK (Polnischer Verband für Touristik und Landeskunde), in dem sich die archäologischen, historischen Sammlungen, Kunstwerke, u.a. den Hütten- und Waffenschmiedsaal mit einem Schmelzofen zum Eisenschmelzen aus dem 13. Jh., eine einzigartige im Landesausmaß Folterkammer mit den seit dem 12. bis zum 17. Jh. verwendeten Werkzeugen, eine Burgkapelle mit einer Nachbildung eines Flügelaltars aus dem 15. Jh. befinden. An der aus der Burg verlaufenen Route wurde ein kleines Freilichtmuseum des volkstümlichen Bauwesens mit Exponaten vom 17. zum 19. Jh. gegründet. In drei Bebauungen befinden sich 7 Ausstellungssäle: ein i Getreidespeicher mit einer rekonstruierten ehemaligen Schmiede, der Gasthof "Na Zboju" mit den ethnographischen Exponaten, eine Zunftkammer der Handwerker von Dobczyce, ein Hühnerstall mit den Wirtschafte- und Landwirtschaftswerkzeugen. Auf dem Hügel Zamkowe Wzgorze erhielt sich die Hl. Johannes der Täufer Kirche, die 1834 im klassizistischen i Stil erbaut wurde, Die Spitze des Kirchturmes ist mit einem Wappenkreuz mit Doppelarmen, das zu den Jagellonen gehörte, bekrönt. An der südlichen Seite des Gebäudes ist eine Sonnenuhr untergebracht.

In den letzten Jahren wurde der Innenraum der Kirche schön renoviert, den 5 hölzerne Altäre im klassizistischen und Barockstil, auf Blech 1849 gemalte Stationen des Kreuzweges Christi, eine klassizistische hölzerne Kanzel aus dem Jahr 1851 und ein Orgelprospekt aus 1848 schmücken.

Neben der Kirche stehen ein Glockenturm mit drei Arkaden aus dem 19. Jh., in dem sich die Glocke "Jan" aus 1504 erhielt, die linde "Marysienka" - ein Naturdenkmal, die zum Andenken des Sieges bei Wien 1683 gepflanzt wurde. In verschiedenen Teilen des Hügels überdauerten Fragmente der Mauern mit einem Einfahrttor aus deml4.Jh. Im Zentrum des Marktes wurde 1949 die dreischiffige Gottesmutter Unterstützung der Gläubigen Kirche aus zerhauenem Stein errichtet. Die Fenster der Kirche bilden bunte Bleifenster. Im Innenraum können Sie ein steinernes Taufbecken aus dem 13. Jh., ein gotisches Kruzifix aus dem 15. Jh., eine Skulptur vom besorgten Christus ansehen. Im Hauptaltar wurde eine hölzerne Polychromie -skulptur - eine Pieta aus dem 15.Jh. aufgestellt, die aus der Werkstatt von Wit Stwosz stammt. Zu den ältesten Architekturdenkmälern gehört die Pfarrkirche in Dziekanowice aus der Zeit vor dem Jahr 1226. In den Barockinnenräumen erhielt sich ein romanisches Presbyterium aus dem 13. Jh. Daneben erheben sich eine steinerne Mauer und ein hölzerner Glockenturm mit einer Glocke aus 1765. Innerhalb der Gemeinde überblieben einige Gutresidenzen.
Im Gutshof in Sierakow befindet sich eine einzigartige im Landesausmaß Anstalt der Allergiekurort und das Krankenhaus, die die von der Salzgrube in Wieliczka geführte medizinische Therapie ergänzt. In Stadniki gibt es ein Kloster und das Missionsseminar der Herz -Jesu- Priester.

Im Seminar, im Missionssaal wurden Exponaten aus den Missionen in Afrika und Asien gesammelt.

Das gegenwärtige Dobczyce verbindet seine Pläne mit der Entwicklung der Touristik und Erholung. Vortreffliche Landschaftsvorzüge, frische Luft und sauberes Wasser, mit Wäldern bewachsene Abhänge sichern ausgezeichnete Bedingungen für die Erholung.
Der Dobczyce Stausee entstand infolge einer Scheidung des Fußes Raba durch eine Erd- und Betonsperre mit der Länge von 617 m und der Höhe von 31 m. Das schon in die Landschaft eingefügte Gewässer ist eine Trinkwasserquelle für die Stadt Krakau. Der Stausee mit der Fläche von 1061 ha, Länge von ca. 10 km und Tiefe von bis 50 m ist das, einzige in Polen so große Gewässer, das für die Erholungszwecke unzugänglich ist. Die von den Einwohnern unterstützten Behörden von Dobczyce streben nach einer Änderung des bestehenden Rechtszustands und Zugänglichmachen des Sees für die Erholungszwecke. Auf die Liebhaber des

Wander- und Radtourismus warten malerische Routen, darin die "gelbe Route" und andere, die in die Beskiden fuhren.


Wichtigere Veranstaltungen in Dobczyce:

  • Tage von Dobczyce
  • Internationale J. Dominik- Schachfestspiele (Juli)
  • Eröffnung der touristischen Saison in der Burg
  • Krakauer Autorallye
  • Jazz Nacht (September)