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Dobczyce
Bei Ihren Wanderungen in Krakauer Umgebung sollten
Sie auch Dobczyce besuchen.
Dobczyce liegt im malerischen Flußtal der Raba, am Fuße
der Mittelbeskiden, 30 km südlich von Krakau entfernt. Es besitzt
eine günstige Verbindung über die Schnellstrasse (Zakopianka
genant ) Krakow- Zakopane. 
Dobczyce wird zu den ältesten Ansiedlungszentren in
Malopolska (Kleinpolen) gezählt. Es gibt Sage, die die Gründung der
Stadt mit der Herrschaftszeit von Mieszko 1 und dem Schloßvogt
Dobek, von dem der Name Dobczyce abgeleitet wurde, verbindet.
Im Mittelalter wurde am Ort der altertümlichen Siedlung eine Burg
errichtet und die Stadt wurde von den steinernen Mauern umgeben. Die
Stadt wurde aufgrund des Magdeburger Rechtes aus dem Jahr 1310 angelegt
das 1362 vom König Kazimierz Wielki genehmigt wurde. Die von den Königen
verliehenen Privilegien und die Lage an der ungarischen Route schafften
gute Bedingungen für die Entwicklung. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts
entwickelte sich parallel zur Landwirtschaft das Handwerk in zahlreichen
Zünften der Schneider, Schuster, Schmiede, Töpfer usw.
Aber die "schwedische Flut" und die Überfälle der Kosaken richteten
so empfindliche Verwüstungen an, daß die Stadt ihre Position nicht
wiederbekam. Seit dem Jahr 1768 begann sich Dobczyce im Flußtal der
Raba, am Fuße einer Anhöhe zu entwickeln. Infolge der Teilung Polens
gelangte Dobczyce unter die österreichische Herrschaft. Auf Befehl
der österreichischen Behörden wurden die königlichen Güter von Dobczyce
auf einer Versteigerung 1817 verkauft. Der 1. und 2. Weltkrieg zerstörten
bedeutend die Stadt durch die hier verlaufenden Frontlinien. Von langer
und reicher Vergangenheit von Dobczyce zeugen historische Denkmäler
auf dem Hügel Zamkowe Wzgórze. Auf dem Hügel blieben die Überreste
einer Verteidigungsburg aus dem 13. Jh. erhalten. 
Im Laufe der Jahrhunderten waren in der Burg: der König Wladyslaw
Lokietek, Kazimierz Wielki, Wladyslaw Jagieqllo
mit der Königin Jadwiga, Kazimierz Jagiellonczyk und
Jan Dlugosz zu Gast. In der Burg wohnten auch die Starosten
von Dobczyce: Werzynek, die Familie Lanckoronski, die
Familie Lubomirski.

Die Burg wurde während der "Flut" (schwedischer Überfall) zerstört.
Eine vollständige Verwüstung erfolgte beim Abriß der Mauern, als ein
in den Mauern eingebauter Schatz entdeckt wurde. Zur Zeit befindet
sich in der Burg das W. Kowalski - Regionalmuseum von PTTK (Polnischer
Verband für Touristik und Landeskunde), in dem sich die archäologischen,
historischen Sammlungen, Kunstwerke, u.a. den Hütten- und Waffenschmiedsaal
mit einem Schmelzofen zum Eisenschmelzen aus dem 13. Jh., eine einzigartige
im Landesausmaß Folterkammer mit den seit dem 12. bis zum 17. Jh.
verwendeten Werkzeugen, eine Burgkapelle mit einer Nachbildung eines
Flügelaltars aus dem 15. Jh. befinden. An der aus der Burg verlaufenen
Route wurde ein kleines Freilichtmuseum
des volkstümlichen Bauwesens mit Exponaten vom 17. zum
19. Jh. gegründet. In drei Bebauungen befinden sich 7 Ausstellungssäle:
ein i Getreidespeicher mit einer rekonstruierten ehemaligen Schmiede,
der Gasthof "Na Zboju" mit den ethnographischen Exponaten, eine Zunftkammer
der Handwerker von Dobczyce, ein Hühnerstall mit den Wirtschafte-
und Landwirtschaftswerkzeugen. Auf dem Hügel Zamkowe Wzgorze erhielt
sich die Hl. Johannes der Täufer Kirche, die 1834 im klassizistischen
i Stil erbaut wurde, Die Spitze des Kirchturmes ist mit einem Wappenkreuz
mit Doppelarmen, das zu den Jagellonen gehörte, bekrönt. An der südlichen
Seite des Gebäudes ist eine Sonnenuhr untergebracht.
In
den letzten Jahren wurde der Innenraum der Kirche schön renoviert,
den 5 hölzerne Altäre im klassizistischen und Barockstil, auf Blech
1849 gemalte Stationen des Kreuzweges Christi, eine klassizistische
hölzerne Kanzel aus dem Jahr 1851 und ein Orgelprospekt aus 1848
schmücken.
Neben der Kirche stehen ein Glockenturm mit drei Arkaden aus dem
19. Jh., in dem sich die Glocke "Jan" aus 1504 erhielt, die linde
"Marysienka" - ein Naturdenkmal, die zum Andenken des Sieges bei
Wien 1683 gepflanzt wurde. In verschiedenen Teilen des Hügels überdauerten
Fragmente der Mauern mit einem Einfahrttor aus deml4.Jh. Im Zentrum
des Marktes wurde 1949 die dreischiffige Gottesmutter Unterstützung
der Gläubigen Kirche aus zerhauenem Stein errichtet. Die Fenster
der Kirche bilden bunte Bleifenster. Im Innenraum können Sie ein
steinernes Taufbecken aus dem 13. Jh., ein gotisches Kruzifix aus
dem 15. Jh., eine Skulptur vom besorgten Christus
ansehen. Im Hauptaltar wurde eine hölzerne Polychromie -skulptur
- eine Pieta aus dem 15.Jh. aufgestellt, die aus der Werkstatt von
Wit Stwosz stammt. Zu den ältesten Architekturdenkmälern gehört
die Pfarrkirche in Dziekanowice aus der Zeit vor dem Jahr 1226.
In den Barockinnenräumen erhielt sich ein romanisches Presbyterium
aus dem 13. Jh. Daneben erheben sich eine steinerne Mauer und ein
hölzerner Glockenturm mit einer Glocke aus 1765. Innerhalb der Gemeinde
überblieben einige Gutresidenzen.
Im Gutshof in Sierakow befindet sich eine einzigartige im Landesausmaß
Anstalt der Allergiekurort und das Krankenhaus, die
die von der Salzgrube in Wieliczka geführte medizinische
Therapie ergänzt. In Stadniki gibt es ein Kloster
und das Missionsseminar der Herz -Jesu- Priester.
Im Seminar, im Missionssaal wurden Exponaten aus den Missionen
in Afrika und Asien gesammelt.
Das gegenwärtige Dobczyce verbindet seine Pläne mit der Entwicklung
der Touristik und Erholung. Vortreffliche Landschaftsvorzüge, frische
Luft und sauberes Wasser, mit Wäldern
bewachsene Abhänge sichern ausgezeichnete Bedingungen
für die Erholung. 
Der Dobczyce Stausee entstand infolge einer Scheidung des Fußes
Raba durch eine Erd- und Betonsperre mit der Länge von 617 m und
der Höhe von 31 m. Das schon in die Landschaft eingefügte Gewässer
ist eine Trinkwasserquelle für die Stadt Krakau. Der Stausee mit
der Fläche von 1061 ha, Länge von ca. 10 km und Tiefe von bis 50
m ist das, einzige in Polen so große Gewässer, das für die Erholungszwecke
unzugänglich ist. Die von den Einwohnern unterstützten Behörden
von Dobczyce streben nach einer Änderung des bestehenden Rechtszustands
und Zugänglichmachen des Sees für die Erholungszwecke. Auf die Liebhaber
des
Wander-
und Radtourismus warten malerische Routen, darin die "gelbe Route"
und andere, die in die Beskiden fuhren.
Wichtigere
Veranstaltungen in Dobczyce:
-
Tage von Dobczyce
- Internationale J. Dominik- Schachfestspiele
(Juli)
- Eröffnung der touristischen Saison
in der Burg
- Krakauer Autorallye
- Jazz Nacht (September)
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