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Dunajec Durchbruch
Die Floßfahrt mit einer Goralenflöße auf dem Fluss Dunajec durch den
Pieniny-Durchbruch ist eine einzigartige Begegnung mit wilder, seit
Jahrtausenden unveränderter Natur. Eine der größten und
ältesten, touristischen Attraktionen auf unserem Kontinent, und
gleichzeitig die beste Besichtigungsmethode des Pieniny-Nationalparks.
Mit
einer hölzerner, aus engen Kähnen zusammengebauten Flöße fahren wir
in eine tiefe und geschlängelte Schlucht ein, durch die der Fluss
Dunajec seinen Weg durch das felsige Pieniny-Gebirge gebahnt hat.
Gewaltige, mehrere hundert Meter hohe Uferbruche, Wände und Zacken
aus Kalkstein wachsen dicht an dem Flussstrom in die Höhe.
Der Dunajec schwenkt unerwartet mal nach rechts, mal nach links ab,
mal trägt er uns, wie es scheint gerade auf die Felsen, mal verlangsamt
er seinen Lauf über den Tiefen und Untiefen, wo die Floßführer Ihre
Rast finden können. Die Fahrt auf den Wellen des Dunajec dauert 2-3
Stunden. Die Ausblicke ändern sich rasch, wir hören interessante Erzählungen
der Goralenflößer zu - Legenden , Sagen, aber auch Informationen über
das Pieniny- Gebirge und seine Natur. Die Tradition organisierten
Floßfahrten durch den Pieniny-Durchbruch geht auf das Jahr 1832 zurück.
Die Floßfahrt beginnt in Sromowce Katy und endet in Szczawnica
oder Kroscienko.
Das floß besteht aus fünf zusammengebundenen 5,75 m langen und 45
cm breiten Kähnen, die früher aus ausgehöhlten Baumstämmen und heute
aus Brettern gemacht werden. Ein Floß nimmt 10 Insassen auf und wird
von zwei Flößern (einen Meister vorn und einem Helfer hinten) gelenkt.
Die Steuerung des Floßes erfolgt mittels Holzstangen, den sogenannten
Sprießen (poln. spryszka).
Die Flößer sind traditionell gekleidet , und tragen charakteristische
üppig bestickte blaue Westen. Früher setzte die Fahrt am Fuß des Schlosses
Niedzica an. Heute ist es wegen einiger Staudämme und dadurch entstandenen
Seen nicht mehr möglich und die Fahrt beginnt in Katy, einem Vorort
von Sromowce Wyzne. Von dort bis Szczawnica dauert die Fahrt etwa
drei Stunden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, den Weg um drei Kilometer
bis Kroscienko zu verlängern. Dann fährt man 3,5 Stunden. An der Anlegestelle
gibt es zwei große bewachte Parkplätze und zwei Geschäftshäuser, wo
sich unter anderem ein paar kleine Läden, eine Naturausstellung, ein
Imbiss und die Kasse befinden. Am Flussufer werden die Kähne in Flöße
zusammengebunden und mit Nadelbaumästen als "Wellenbrecher" geziert.
Die Fahrt beginnt in 465 Meter Höhe.
Oft werden die Flöße von einer Volksmusikantentruppe begleitet, bevor
sie vom reißenden Strom flussabwärts getragen werden. Die erste Strecke
der 18 Kilometer langen Fahrt führt entlang der südlichen Pieniny-Hänge.
Das rechte Ufer des Dunajec gehört zur Slowakei. Der Fluss ist fast
auf der ganzen Länge der Fahrt die Staatsgrenze.
Die Steckenbeschreibung haben wir kurzgefasst.
2 km -Am slowakischen Ufer liegt das Dorf Majere, wo bis 1945
deutsche Kolonisten lebten. Am polnischen Ufer lässt die Ortschaft
Sromowce Srednie auf die Drei Kronen und die Tatra blicken.
4 km -Rechts fängt einer der slowakischen Dunajec-Fahrwege
an, sowie der Ort Czerwony Klasztor / Das Rote Kloster, wo sich deutsche
Siedler aus Württemberg vom 18 Jh. an aufhielten. Aus dieser Zeit
stammt die kleine postevangelische Kirche vom Jahr 1808. Am rechten
Flussufer erstreckt, sich auf 1,5 Kilometern das Dorf Sromowce Nizne
mit interessanter i Bauernarchitektur und einer kleinen Holzkirche
vom 16 Jh. Die meisten hier wohnenden Männer arbeiten bei der Floßfahrt.
5 km -An der Mündung des Baches Lipnik stehen die ehemaligen
Klostergebäude vom 14 Jh. Das Kloster wurde von Kokocz Berzeviczy
erbaut, der auf diese Weise seine Mordschuld sühnen wollte. Über das
Kloster herrschten polnische Könige. Heute ist es ein Museum und ein
Erholungsheim für Kinder aus Preßburg. Der Name des Roten Klosters
ist mit der rötlichen Farbe der Gebäudedächer verbunden. Hier beginnt
ein anderer slowakischer Dunajec-Fahrweg. In Zukunft soll hier ein
Grenzübergang für Touristen eröffnet werden.
6 km -Am Berg Ostra Skala / Scharfer Fels biegt der Fluss
scharf ab. Hier fängt der eigentliche Flussdurchbruch an. Auf der
Strecke von geradlinig 3 km bildet der Dunajec 7 scharfe Kurven und
verlängert somit seinen Lauf bis auf 8 km. i Zwischen den Felsen links
befindet sich die Rybacka Grota / Fischerhöhle, in der sich vor Jahren
nachts fischende Fischer schützen konnten. Hier wurden auch Feuer
entfacht, die die Fischstelle beleuchten sollten. Entlang des rechten
Flussufers führt von Czerwony Klasztor ein Wanderweg, der sogenannte
Pieniny-Weg, der die Besichtigung des Dunajec-Durchbruches vom Land
aus ermöglicht.
6,5 km- Der Dunajec wird schmaler und ist jetzt nur 10 m breit.
Der Ort heißt Zbojnicki Skok / Räubersprung. Der Legende nach habe
der Räuber Janosik auf seiner Flucht vor Gendarmen an dieser Stelle
den Dunajec übersprungen. Der Fluss ist hier ziemlich tief.
6,7 km -Links aus dem Wasser hervor taucht der Berg Swinia
Skala / Schweinefels auf, dessen Name aus jener Zeit stammt, in der
die Flößer seine Flöße selbst flussaufwärts zogen und hier wieder
ins Wasser hinabsteigen mussten.
7,5
km- Der Fluss biegt wieder scharf ab und umfließt den Berg Klejowa
Gora, der an seinem linken Ufer emporragt. Von hier aus kann man den
bewaldeten und gerippten Hang des Berges Gorica (833 m ü. d. M.) sehen.
Die Felsrippen werden im Volksmund Mönche genannt.
8 km -An der slowakischen Seite liegt die Wiese Huta / Hütte,
wo einer der Wanderwege im slowakischen Pieniny ansetzt. Der Name
wurde von der hier einst stehenden Glashütte abgeleitet.
9 km -Der Strom wird immer schneller und man fährt direkt
auf 150 m hohen Steilhang des Berges Facimiech zu. Die Flößer weisen
hier auf die Gestalt einer Nonne und die des polnischen Adlers. Im
Hang befindet sich eine 20 m lange Höhle. An dieser Stelle bildet
der Dunajec seine schärfste Kurve. Danach wird der Strom langsamer
und der Fluss wird wesentlich breiter. Diese Strecke heißt deshalb
leniwe / Faulenzer. Links häufen sich die Felsen Piecki / Ofen. Hinter
dem Wald hervor kommt die Wiese Polanka zum Vorschein. Vor Jahren
stand hier ein von den Touristen aus Szczawnica gern besuchter Gasthof.
Der Polanka gegenüber häufen sich die Felsen Ligarki (links) und Fujarkowe
Skaly (rechts). Hoch über dem Fluss ragen die Berge Czertel, Czertezik
und Sokolica empor.
10,5 km- Von der linken Seite her mündet der Bach Pieninski
in den Dunajec ein. In seinem Tal halten sich gern hiesige Tiere auf.
Hier bietet sich auch einer der berühmtesten Anblicke des Pieniny:
Die weißen Hänge der Berge Wilcza Skala / Wolfsfels und Cukrowa Skala
/ Zuckerfels sperren den Fluss. Über ihnen ragt der Gipfel Sokolica
307 Meter über dem Flussspiegel empor.
11,5 km -Das linke mit Buchen bewachsene Ufer ist eine Halbinsel
mit dem Gipfel Przechodni Wierch. Die Flöße fahren hier immer schneller,
deshalb wird diese Strecke von den Flößern Na Bystre / Geschwind genannt.
12,2 km -Am slowakischen Ufer befindet sich eine Wasserquelle,
die sogenannte 100-Jahre-Quelle. "Wer daraus trinkt, lebt 100 Jahre".
Die Flöße dürfen hier anlegen, damit die Touristen dieses sehr gute
und kalte Wasser schmecken können. Unterhalb der Quelle steht ein
abgesonderter Fels namens Sama Jedna /Alleinstehende oder scherzhaft
Stara Panna / Alte Jungfer. An seinem Fuß wird um 180° gewendet und
man gerät an den Ort namens Na lochu / Über dem loch, wo der Fluss
am tiefsten ist.
12,4 km -Hinter der Alleinstehenden mündet rechts der Bach
lesny in den Dunajec ein, indem er die Felsen durchbricht. Darüber
häuft sich der Berg Bystrzyk, dessen Felsen bildhaft Wylizane / Geleckte
genannt werden.
12,7 km -Hier enden alle slowakischen Dunajec-Fahrwege, denn der
Fluss fließt ab jetzt nur durch Polen. Die Grenze biegt rechts ab
und steigt über den Hang von Bystrzyk. Hier befindet sich ein Grenzübergang
für Touristen.

13 km -An der linken Seite steht der Berg Hukowa Skala. Vor
Jahren wurden hier Mörserkanonaden veranstaltet, die der Fels widerhallte.
Im Hintergrund sieht man den Berg Biala Skala / Weißer Fels, an dessen
Fuß die Kähne anlegen, die die Touristen auf den Weg auf Sokolica
hinüberfahren.
13,8 km -Oben auf dem Hang rechts steht die Herberge Orlica.
14,2 km -Die Anlegestelle in Szczawnica.
Hier enden die meisten Dunajec- -Fahrten. Am Ufer befindet sich ein
Imbiss und am anderen Ufer des Baches Grajcarek liegt ein großer Parkplatz
und gleich daran ein Restaurant. Bis Kroscienko
sind es noch etwa 3 km.
Die Entfehrnungen von
dem Floßanlegeplatz bis:
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Katowice
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190 km
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Krakow
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115 km
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Krynica
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100 km
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Nowy Sacz
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60 km
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Nowy Targ
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34 km
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Tarnow
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120 km
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Warszawa
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415 km
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Zakopane
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55 km
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