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Gizycko Lötzen

Eine Perle der Region Masuren ist Gizycko (Lötzen), eine Stadt,
die genau in ihrer Mitte liegt, an einem schmalen Landstreifen zwischen
zwei flächenmäßig großen Seen, Niegocin (Löwentinsee) und Kisajno
(Kissainsee). Die beiden Gewässer sind eine echte Zierde des Lötzener
Landes: die ausgedehnte Wasserfläche von Löwentinsee, dem siebtgrößten
See Polens, ist eine Wonne für Wassersportler, und der Kissainsee
entzückt durch die Unmenge von kleinen Inseln, die meistens Naturschutzgebiete
sind. Außerdem befinden sich innerhalb der Stadtgrenzen noch zwei
weitere Seen: Popowka Duza (Groß-Popowka) und Mala (Klein-Popowka).
Die um diese Seen
angelegten Wanderwege laden zu Spaziergang und
Jogging ein. Dank seiner malerischen Lage ist Lötzen eines
der bedeutendsten Ferienorte Polens sowie ein Wassersportzentrum.
Die breiten Wasser-, Wald- und Wiesenflächen sowie die hügelige Flächengestaltung
machen die Erholung in der Gegend zu einem Erlebnis.
Die Stadtgeschichte reicht bis zu den Anfängen des 14. Jahrhunderts,
als der Deutsche Orden1340 ein Schloß errichtete, das sich auf der
strategischen Landzunge zwischen dem Löwentin- und Kissainsee befindet.
Das Schloß erhielt bald den Namen Lötzen (ursprüngliche
Schreibweise Leczenburg) und gehörte zur Kette von Grenzburgen, die
zur Wehr und Vorbereitung von bewaffneten Übergriffen gegen die Litauer
erbaut wurde. Bis zum heutigen Tage ist ein Flügel des einstigen Schlosses,
mehrmals umgebaut, erhalten. Sie der Mitte des 15. Jahrhunderts begann
eine Siedlung am Schloß zu entstehen, die in der zweiten Hälfte des
16. Jahrhunderts mit einer Urkunde zur Stadt erhoben wurde. Das komplette
Stadtrecht erhielt Lötzen, zusammen mit Wappen und Siegel, erst im
Jahre 1612. Das Wappen von Lötzen sind drei silberne Bressen, ein
großer in der Mitte und zwei kleine zu beiden Seiten im blauen Felde.
Die Stadt durfte den Namen Lötzen (polnisch Lec) beibehalten und führte
ihn noch lange Jahrhunderte. Im Jahre 1820 wurde Lötzen zur Kreisstadt.
Einige Jahre später wurde in der Stadtmitte die evangelische Pfarrkirche
nach dem Entwurf des großen Architekten Karl Friedrich Schinkel errichtet.
Heutzutage finden die Gizyckie Koncerty Organowe (Lötzener
Orgelkonzerte) in
der Kirche statt und werden von Jahr zu Jahr immer reger besucht.
Spektakulär funktioniert die Zugbrücke am Lötzener Kanal, einem
interessanten Objekt aus der zweiten Hälfte des 19- Jahrhunderts.
Sie ist der einzige Bau dieser Art in Polen und einer von zwei
in Europa. Sehenswert sind ebenfalls einige Bürgerhäuser
aus der Jahrhundertwende. Der charakteristische, von weitem
sichtbare Punkt der Stadt ist der Wasserturm aus dem 19 Jahrhundert.
Das zweifellos interessanteste, jahrelang ungenügend geschätzte große
Bau der Gegend ist die sehr gut erhaltene Festung Boyen, ein
interessantes Beispiel der Militärbaukunst
in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Errichtet am Grundriß eines
unregelmäßigen Mehrecks, hat sie außer den kilometerlangen Wällen
und Mauern mehrere interessante Bauten, die sukzessive restauriert
und den Touristen zugänglich gemacht werden.
Mehrere Klubs und Cafes sind hier im Betrieb, ebenfalls
eine Freilichtbühne und die Jugendherberge. Geplant
ist, das Lötzener Heimatmuseum hier unterzubringen. Um dem historischen
Bau die alte Pracht zurückzugeben sowie Schutz zu gewährleisten, gründeten
die Bewohner von Lötzen und Umgebung 1993 die Gesellschaft der Freunde
der Festung Boyen e. V, die von Jahr zu Jahr immer mehr Mitglieder
zählt und mit einem stets wachsenden Engagement das Ziel bestrebt,
aus dem Kulturdenkmal ein Prachtstück dieser Gegend zu machen.
Die Stadt zählt zur Zeit etwa 30 Tausend Einwohner, die meistens in
kleinen Unternehmen, Handel und Fremdenverkehr beschäftigt sind. Die
Industrie ist dort wenig entwickelt. Selten anzutreffende größere
Industriebetriebe, meisten aus der Lebensmittelbranche, liegen am
Stadtrand.
Zu den größten Erfolgen der Stadt in der letzten Zeit gehört zweifellos
die Inbetriebnahme einer modernen Kläranlage im Jahre 1994. Dank diesem
Unterfangen hat Lötzen die Chance, eine der saubersten Städte Nordostpolens
zu werden. In den letzten Jahren erhielt Lötzen ein gut funktionierendes
Fernmeldesystem und automatische Telefonverbindungen mit der gesamten
Welt. In der Stadt fehlt auch die lokale Presse nicht die Gazeta Gizycka
(Lötzener Zeitung) erscheint wöchentlich. Lötzen ist ein Knotenpunkt
von Eisenbahn- und Omnibuslinien sowie der eindeutig attraktivste
Hafen der Weißen Flotte der Zegluga Mazurska (Masurische Reederei).
Die Besucher verfügen über ein reichhaltiges Angebot
an Unterkunfts-,
Verpflegungs- und Erholungsmöglichkeiten, das die Bedürfnisse
sogar von sehr anspruchsvollen Kunden zu erfüllen vermag. Über ein
Dutzend Reisebüros und -agenturen dient dem Fremdenverkehr in der
Stadt. Das Zentrum für Touristikinformation sorgt für Auskünfte
und Ratschläge für die Besucher. Ein vielseitiges Fremdenverkehrsangebot
bietet allen Gästen von Lötzen eine Vielfalt an Erholungsmöglichkeiten.
Seit langer Zeit ist die Stadt von Wassersportlern beliebt.
Breite Wasserflächen bieten günstige Verhältnisse für Segel- und Kanusport.
Die Seen wimmeln nur von weißen und bunten Segeln,
Jachten, Kanus, Wasserrädern. Zahlreiche Liebhaber
hat der Windsurfing vorzuweisen. Es ist nichts Verwunderliches,
daß die Lötzener Segelgesellschaft gerade dort 1995 entstanden ist
und Integration des Wassersportmilieus sowie Propagierung des Jachtsportes
bestrebt. Für die leidenschaftlichen Wassersportler werden zahlreiche
Regatten veranstaltet. Seit einigen Jahren finden die Polenmeisterschaften
der Kabinenjachten in Lötzen statt, die am letzten Juliwochenende
die besten Steuermänner anziehen. Um die Wette tun individuelle Konstrukteuren
und Jachtwerften. Auch im August zieht eine Menge Besucher in die
Stadt, die Kais sind dann bis zur Grenze der Möglichkeiten voll. Die
Pokalspiele des Premierministers versammeln die Besten.
An Sommerabenden klingt Musik und Gesang nicht nur in Jugendklubs,
Diskotheken und Cafes. Attraktive Veranstaltungen
auf der Freilichtbühne der Festung Boyen ziehen ein großes
Publikum an. Berühmt ist das Festival der Wanderlieder Ukieja
(Ukelei), beliebt sind auch die Szanty , es lohnt sich beim
Dancing unterm Sternenhimmel dabei zu sein. Lötzen und ganz
Nordostpolen sind ein Paradies für die Liebhaber
der speziellen Touristikarten. Kajak-, Radfahrer und
Wanderer sind hier bestens untergebracht. Naturfreunde
finden in der Nähe der Stadt einige interessante Naturschutzgebiete.
Jeder kann hier eine solche Form des Freizeitvertriebs finden, die
ihm am besten zusagt. Das Tourismusangebot der Stadt ist für jede
Jahreszeit da!
Die beste Zeit für die Angler ist ja bekanntlich der
Herbst. Die Lötzener See bieten Hechte, Aale, Maränen,
Zander, Plötzen und andere Fischsorten. Der Herbst ist
auch die beste Zeit für die Pilzsammler, und
die wildreichen Wälder sind ein wahres Paradies für Jäger.
Gerade um die Jahreszeit, ende September, schimmert der Wald in den
schönsten Farben. Es lohnt sich also, eine Fuß- oder Radwanderung
zu unternehmen. Lötzen ist ein sehr guter Ausgangspunkt für solche
Unterfangen. Im Winter machen hohe Hügel und sehr gute Skiverhältnisse
bei einer langen Schneezeit einen Besuch hier empfehlenswert.
Der
Winter ist wieder die Jagdsaison sowie Zeit für Schlittenfahrten,
die am Lagerfeuer oder mit einem herzhaften Imbiß mitten im Wald enden.
Liebhaber können Fische unter Eis fangen, immer mehr Gäste
interessieren sich für Eisläufe auf zugefrorenen Kanälen und Seen.
Die geeisten Wasserflächen ziehen Eissegler aus dem gesamten
Land an. Es werden hier regionale und polenweite Veranstaltungen durchgeführt,
allen voran der Eis-Cup von Lötzen. Im Frühjahr wie ganzjährig
kann man die Sehenswürdigkeiten Masurens und Ermlands besichtigen.
Lötzen ist ein guter Ausgangspunkt für alle interessante Standorte
der Region. Während der Wanderungen kann der Tourist Spuren der menschlichen
Anwesenheit in dieser Region vor Jahrtausenden entdecken. Die ersten
Spuren dieser Art in dieser Gegend reichen bis zum fünfzehnten
Jahrtausend vor Christi Geburt. Aus dieser und späterer Zeit stammen
die charakteristischen Erdwälle und Schanzen, die zwischen Wäldern
und Feldern versteckt sind. Ein Besuch in Lötzen im Mai ist
auch empfehlenswert. Die Stadtbewohner feiern zusammen mit allen lieben
Gästen die Lötzener Tage, die an den jeweiligen Jahrestag der Verleihung
von Stadtrechten erinnern. In der Stadt klingt Gesang, auf Straßen
finden festliche Umzüge, interessante Darbietungen und Auftritte verschiedener
Ensembles statt. Das Leben erfüllt diese Stadt das ganze Jahr, nicht
nur während der Sommermonate. Interessant ist es hier stets, im polnischen
Goldenen Herbst, frostigen Winter und während der frühjährlichen Schneeschmelze.
Lernen Sie den Reiz dieser Stadt kennen, besuchen Sie Lötzen und
... genießen das Leben! |
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