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Gmina Wegorzewo / Gemeinde Angerburg
Wenn Sie Ruhe und Stille suchen, Ihre
Kräfte regenerieren möchten oder Unterhaltung suchen und
spektakuläre Abenteuer erleben wollen, dann sollten Sie in das
wunderschöne Erholungsgebiet von Wegorzewo (Angerburg) kommen.
Hier finden Sie alles, was Sie brauchen: glitzernde Seen, dichte Gehölze,
tiefe Wälder, grüne Wiesen sowie die Stimmung masurischer
Nächte, welche einzigartig sind...Denn
die Masuren sind eine faszinierende Landschaft, im nord-östlichen
Teil Polens, die von Ökologen "die grüne Lunge Polens"
genannt wird. Ein Teil dieses Gebietes wird durch den Kreis Wegorzewo
verwaltet, der am 01.01.2002 konstituiert wurde. Im Norden grenzt
er an den Königsberger Bezirk. Die Fläche des Kreises beträgt
639 km2, wovon 19,8% Seen bzw. Flüsse und 13,4% Wälder -
riesige Reservate von Flora und Fauna - bilden.
Auf diesem Gebiet gibt es sowohl die
reinste Luft in Polen als auch die saubersten Seen. Der Mauersee
ist der nach dem Sniardwy See (Spirding See) das zweitgrößte
Seen-System in Polen. Dieses System (mit einer Gesamtfläche
von 10450 ha) besteht aus den Seen: Kisajno (Kissain See), Dargin
(Dargainen-See), Labap (Labap See), Dobskie (Doben-See), Kirsajty
(Kirseiten-See), Mamry Pólnocne (nördlicher Mauersee),
Swiecajty (Schwenzait See). Sie breiten sich von Gizycko (Lötzen)
bis Wegorzewo (Angerburg) aus. Im Gebiet des Mauer-Seesystems liegen
über 30 Inseln mit der Gesamtfläche von 239 ha. Die meisten
von ihnen sind Naturschutzgebiete, die als Brutstätten für
Vögel dienen. Ein gutes Beispiel ist die Insel Wysoki Ostrów
auf dem Dobskie-See, welche auch Kormoran-Insel genannt wird; hier
siedeln neben Kormorane auch Silberreiher.
Die Gemeinde Wegorzewo mit der Fläche
341 km2 liegt am nördlichen Rand der Großen Masurischen
Seen, die eines der touristisch und landschaftlich attraktivsten
Gebiete Polens ist. Man assoziiert es mit der Sommererholung am
Wasser, mit dem unmittelbaren Kontakt zur Natur, mit Segeln und
Angeln. Angerburg nannte man vor dem Krieg "Das Tor zu den
Masuren", denn Segler gingen von hier aus auf Fahrt in die
Wasserstraße, die durch Seen und Kanäle nach Ruciane-Nida
(Niedersee) oder Pisz (Johannisburg) führt.
Andere Touristenzentren in der Gemeinde
sind die Dörfer: Ogonki (Schwenten) und Kal (Kehlen), die an
dem Swiecajty See liegen Außerdem bietet der Jachthafen in
Sztynort (Steinort) ausgezeichnete Erholungsmöglichkeiten.
Hier kann man anlegen, übernachten, Wassersportgeräte
oder Fahrräder ausleihen.
Die Fläche der Gemeinde Budry
beträgt 175 km2. 21% des Gebietes bilden Wälder, die reich
an Jagdtieren und Unterholz sind. Der Rest sind Wiesen und Felder.
Dank der Natürlichkeit und Sauberkeit der Umwelt brüten
hier über 90 Storchenpaare, Schreiadler und Schwarzstörche.
Es ist die größte Storchensiedlung in Europa.Gemeinde
Possessern. Die Dorfgemeinde liegt auf halber Strecke zwischen Wegorzewo
(Angerburg) und Gizycko (Lötzen). Sie ist in der ersten Hälfte
des 16. Jahrhunderts entstanden, als die Bevölkerung aus Masowien
hierher kam. Das Gemeindegebiet beträgt 177 km2, wovon über
die Hälfte Seen (18 Seen der I. und II. Güteklasse) und
Wälder ausmachen.
Die schöne Landschaft, die abwechslungsreiche Topographie und
schließlich die saubere Luft regen zu Wanderungen und Radfahrten
an. Unter den verschiedenen Schwierigkeitsgraden findet jeder, seiner
Kondition entsprechend, eine passende Route.
Anhänger der aktiven Ferienerholung
können sich Fahrräder, Wassertreträder, Surfbretter
und Paddelboote ausleihen; sie können einen Fitnessraum, eine
Sauna, eine Sporthalle besuchen und sogar segeln lernen oder mit
einer Kutsche fahren.
Eine andere Möglichkeit, sich
in den masurischen Wäldern und an den Seen zu erholen ist das
Paintball. Diese Sportart vermittelt nicht nur Teamgeist, sondern
vermindert auch Stress und bleibt ein unvergessliches Erlebnis.
Paddlern bieten wir Entspannung auf dem schönen und ruhigen
Fluss Sapina, dessen Ursprünglichkeit und Natürlichkeit
der Landschaft bezaubernd ist. Die Strecke führt vom Kruklin-See
(Kraukelner-See) den Goldapiwo-See (Goldapgar-See), bis zum Pozezdrze-See
(Großgarten-See) und dann vom Stregiel-See (Gross Strengelner-See)
bis zum Swiecajty-See. Die Kajak-Tour kann man in Ogonki beenden
oder man kann weiter die Strecke der Großen Masurischen Seen
entlang paddeln. Weniger populär, aber auch interessant, ist
die Kajakstrecke abwärts des Wegorapa Flusses. Der Fluss hat
viele mäandernde Seitenarme, die eine verwickelte Windung in
der Nähe von Mieduniszki (Medunischken) bilden. Diese Strecke
ist eine Herausforderung für Trainierte, denn die Länge
des Hauptarms des Flusses (vom Mamry-See bis zum Pisa-Fluss) beträgt
139,9 km. Im Fluss sind einige Hindernisse wie z.B. Wehre, aber
die Möglichkeit, die schönen Landschaften im Angerapptal
zu bewundern, entschädigt für die Schwierigkeiten.
Im Frühling und im Herbst bietet die masurische Natur den Touristen
wunderbare Erholungsbedingungen an: lange Spaziergänge im Wald,
Beobachtung von Vögeln in Baumkronen oder die Möglichkeit,
saubere Luft einzuatmen. Die in diesen Jahreszeiten ruhigen Seen
begünstigen das Angeln. Die Fülle von Pilzen und Waldfrüchten
ermöglicht das Vorbereiten von Produkten, deren Geschmack an
langen Winterabenden erfreuen wird.
Der Kreis Wegorzewo ist nicht nur
ein Sommerparadies. Auch im Winter kann man sich hier aktiv erholen,
indem man Skilaufen auf den Radstrecken treibt. Außerdem sind
das Eissegeln, das Schlittschuhlaufen und das Schlittenfahren sehr
attraktiv. Beachtenswert ist auch das Eisangeln. Besitzer von den
in der Umgebung liegenden Pensionen bieten Schlittenfahrten an,
die mit einem Picknick rund um das Feuer enden.
Das wertvollste Baudenkmal in Wegorzewo
ist die im 17.Jhdt im spätgotischen Stil erbaute evangelische
Kirche, die seit 1945 als katholische Peter und Paul-Kirche firmiert.
In der Kirche befinden sich viele Teile der ursprünglichen
Innenausstattung. Besonders beachtenswert ist der figurenreiche
Barock-Altar aus dem Jahre 1652, der mit lateinischen und deutschen
Inschriften versehen ist; ferner die Kanzel vom Anfang des 17.Jhs
(umgebaut im 18.Jh.), zwei Beichtstühle (1696 und 1715) und
die älteste Orgel Masurens aus dem Jahre 1647 mit originalem
Barockklang.
Ein interessantes Baudenkmal ist die
ehemalige dreiflügelige Ordensburg, die Ende 14. Jahrhunderts
erbaut wurde. Früher besaß sie drei Basteien und war
mit Zinnen und Giebeln versehen. Leider wurde sie im Laufe der Jahrhunderte
so oft umgestaltet, dass die heutige Form kaum mehr an mittelalterliche
Schlösser erinnert. 1845 zerfiel der letzte, aus der Ordenzeit
stammende Giebel. Erst in den 80-er Jahren wurde die im Krieg zerstörte
Burg wieder aufgebaut.
Das wichtigste Baudenkmal in der Umgebung ist das Schloss der Familie
Lehndorff in Sztynort Duzy (Gross Steinort), dessen Fundamente aus
dem 16.Jh stammen. Im Park und seiner Umgebung wachsen etwa 160 Eichen,
von denen die ältesten um 1600 gepflanzt wurden. Auf dem Kap
zwischen dem Sztynort-See (Steinorter-See) und dem Labap-See befinden
sich die Mausoleumsruinen dieses Grafengeschlechts.
Der schönste Aussichtspunkt ist
die Anhöhe über dem Swiecajty See (Schwenzait See), wo
die Soldaten aus dem I. Weltkrieg auf einem gut gepflegten Friedhof
ruhen. Einen weiteren Ausblick auf den Mamry-See erhält man
auf den Halbinseln Kal und Zwierzyniecki Róg (Thiergartenspitze)
und auch von der Brücke über der Landenge zwischen dem
Kirsajty-See und dem Dargin-See.
Freunde von Militärgebäuden
können (mit den Taschenlampen), die im Krieg nicht zerstörten
Bunker vom Feldquartier des Oberkommandos des Heeres "Anna"
in Mamerki (Mauerwald) und das Feldquartier von Heinrich Himmler
in Pozezdrze besichtigen. Am bekanntesten in ganz Polen ist aber
die Wolfschanze- Hitlers Kriegsquartier in Gierloz (Görlitz).
Hier befinden sich über 80 Objekte verschiedener Art und Bestimmung,
darunter 7 Luftschutzbunker aus Stahlbeton.
Wenn man Gierloz besucht, sollte man
unbedingt ein bisschen weiter nach Swieta Lipka (Heiligelinde) fahren,
wo sich ein bekanntes Marien-Sanktuarium befindet, eine Perle des
Barock. Diese Wallfahrtskirche ist ein besonderes Touristen-Magnet,
weil sie eine prächtige Innenausstattung aus dem 17. und 18
Jh. und auch eine Orgel mit beweglichen Figuren besitzt. In der
Touristensaison finden hier regelmäßig Orgelkonzerte
statt..

Zu den bemerkenswerten Relikten der Wasserbaukunst in unserem Kreis
gehört der 22 km langer Teil des unbeendeten Masurischen Kanals,
der u.a. diese Gewässer mit der Ostsee verbinden sollte. Seit
1862 (erste Pläne), trotz wiederholter Bauansätze war
er nie fertig geworden. Er verläuft vom Mamry-See, durch den
Rydzówka-See (Rehsauer-See) bis ins russische Ausland. Auf
dem Gebiet Polens gibt es 5 Schleusenkammern. Am interessantesten
sind zwei in Lesniewo (Fürstenau) und eine in Guja.
Pyramiden gelten seit je als Symbol
der Unsterblichkeit. Sie kommen nicht nur in Ägypten, sondern
auch in Masuren vor. Im Ort Rapa (Kleinangerpapp) wurde 1812 im
Auftrag des Grafen Fahrenheit eine Grabstätte in der Form einer
Pyramide nach dem Plan von Bartel Thorwaldsen errichtet. Man glaubt,
das Sie an einem Punkt steht, wo sich drei Linien der sog. geomantischen
Strahlung kreuzen, die einem besonders positiven Einfluss auf den
menschlichen Körper haben sollen. In der Grabstätte ruhen
die mumifizierten Leichen der Familienmitglieder der Familie.
Außer den oben erwähnten
Plätzen sind noch sehenswert: die Gutshäuser in Nowa Guja
und Trygort (Thiergarten), Schlossgebäude in Rudziszki (Raudingen)
und Wiecki und auch das Mausoleum der Familie Lefevre auf dem Friedhof
in Rydzówka (Rehsau); ferner die Kirche in Wegielsztyn (Engelstein)
und der Bismarckturm in Srokowo (Drengfurt).
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