| immobilien.polen24.info | arbeitskraefte.polen24.info | polen24.info | silesia-travel.de | fahrradkauf-online.de | heute-urlaub.de
  Schnell finden bei uns
Home  Touristikanzeigen Regionen Urlaub Reisetipps

   Samstag, 25 Juni, 2016
   Namenstag feiern: Eleonora, Ella, Dorothea
  Besucher online: 13   
 


Hotels in Krakau >>> hier

Krakow (Krakau)

Rathausturm und Tuchhalle Es wird zuweilen Florenz des Nordens oder auch polnisches Rom genannt, doch es bleibt stets Krakau, trotz vieler Ähnlichkeiten, die die verschiedensten Vergleiche aufkommen lassen. Krakau ist eine einzigartige Erinnerung an Vergangenes, ein nationales Mysterium, das vom polnischen Volke seit mehreren Jahrhunderten zelebriert wird.

Krakau mit seinen ca. 750taus. Einwohnern gehört zu den größten städtichen Zentren in Polen. Aber nicht die Größe dieser Stadt und auch nicht ihre wirtschaftliche Bedeutung bestimmen die Berühmheit dieser Stadt, die nicht erst jetzt entdeckt wurde, weder für das Land noch für Europa.

Die Barbakane und das Florianstor.Seit der Zeit, als Ibrahim Ibn Jakob - ein Gesandter des Kalifen von Cordoba - im Jahre 965 eine Notiz über Krakau verfaßte, bis zu dem Moment, an dem 1978 die Stadt von der UNESCO in das kulturelle Welterbe aufgenommen wurde, sind zehn Jahrhunderte vergangen. All das, was in jener Zeit geschehen ist, gehört zur Geschichte Krakaus. Hier hat sich in den vergangenen Jahrhunderten so vieles angehäuft, daß es einem regelrecht den Atem verschlägt. In den unterirdischen Gewölben der Krakauer Kirchen stößt man auf romanische Mauern, in den Patrizierhäusern auf gotische Portale und Balkendecken aus der Zeit der Renaissance, und wenn man den Blick nach oben hebt, erscheinen die barocken Helme der Kirchtürme. Wohin wir auch blicken, läßt sich der Einfluß der europäischen Kultur erkennen, deren Ausstrahlungskraft in der einstigen Hauptstadt Polens auf fruchtbaren Boden fiel.Das Gemälde von Leonardo da Vinci "Dame mit Hermelin" im Czartoryski-Museum in der Pijarska-Straße. "Du findest hier reiche Häuser italienischer, flämischer, französischer, persischer, türkischer und englischer Kaufherren... Angebracht ist deswegen das Sprichwort, daß wenn es Rom nicht gäbe, Krakau Rom sein würde." Diese Worte verzeichnete 15 96 ein Mitglied der hier weilenden päpstlichen Gesandtschaft.

Die Stadt an der Weichsel, das Jahrhunderte alte Zentrum des polnischen Staatswesens ist vor allem durch seine tausendjährige nationale Kultur, durch die tausende von häufig einmaligen Denkmalsbauten, die von Kriegswirren verschont blieben, sowie als aufstrebendes, modernes wissenschaftliches Zentrum mit ca.
600-jähriger Tradition bekannt.

Im frühen Mittelalter war Krakau das Zentrum des Stammes der Weichsel-Anwohner (aus dieser Zeit stammen, vermutlich aus dem 7.Jh,. zwei Grabhügel: der Wanda- und der Krakus-Hügel). Mieszko I bezog Krakau mit dem Land der Weichselanwohner in den polnischen Staat ein. Im Jahre 1000 wurde hier ein Bischofssitz eingerichtet und mit dem Bau der ersten Kathedrale begonnen. Etwa 1038 machte Kazimierz Odnowiciel Krakau zur Landeshauptstadt.
Zu dieser Zeit entstanden auf dem Wawel gemauerte Gebäude, zu seinem Fuß, von Norden, entwickelte sich schnell eine Siedlung. Im Jahre 1138 bestimmte Boleslaw Krzywousty Krakau zum Sitz des Senior-Fürsten.
Nach den Tartaren-Einfällen (1242) erkannte Fürst Boleslaw Wstydliwy Krakau im Jahre 1257 das Stadtrecht zu und befahl die Aufstellung eines Stadtplans, der bis heute erhalten blieb: eine reguläre, schachbrettartige Straßenanordnung mit dem zentral gelegenen, quadratischen Markt (200 x 200). Bestimmte Unregelmäßigkeiten in diesem System resultierten aus der Anpassung an die frühere Bausubstanz, die u.a. durch die St. Adalbert-Kirche (aus dem 1O.Jh) Die Marien-Kirche Altar von Veit Stoß und die Marien-Kirche, zuerst romanisch, dann im 14. Jh. zur gotischen Basilika umgebaut, präsent sind.

Kurz nach der Lokation wurde auf dem Markt der Sitz der Stadtverwaltung gebaut - das Rathaus (wovon bis heute nur der im 14. Jh. beendete Turm übriglieb). Von den damaligen Handelsfunktionen dieses Marktes zeugen heute die gotisch-renaissancen Tuchhallen, die im 13. Jh. mit zwei Reihen von Tuchhändlerständen ihren Anfang nahmen. Der Markt war der Ort, auf dem sich höfische und städtische Feierlichkeiten abspielten, ein Ort der Ehrbezeugung, aber auch ein Ort der Exekutionen.
Vom 13. bis 15.Jh. dauerte der Bau der Verteidigungsmauern, die die ganze Stadt umgaben und sie mit dem Wawel verbanden. Von den 47 Basteien,
die einstmals dazugehörten, sind heute nur noch 4 erhalten. Besonders bekannt ist die Kürschner-Bastei mit dem Florians-Tor, die vom Anfang des 14. Jh. stammt. Das charakteristische Element dieser Befestigungsanlagen ist die Barbakane
(im 15. Jh. gebaut).

Während der Regierungszeit des Königs Kazimierz Wielki wurde die Stadt im gotischen Stil umgebaut, einschließlich der Bauten auf dem Wawel. Und damals wurde auch, 1335, im Süden des Wawels, die Stadt Kazimierz angelegt. Der König befahl, sie mit Wehrmauern zu umgeben und die Kirchen der hl. Katharina und des Fronleichnam zu bauen. Blick auf den Wawel-Hügel Am Ort eines früheren Heiligtums ließ er dagegen die Kirche "Na Skalce" errichten, die Ort der Pilgerzüge der Könige vor ihrer Krönung wurde. Kazimierz wurde, Ende des 15. Jhs., von den Krakauer Juden besiedelt, hier entstand also ein völlig anderes, reiches Kultur- und Bauzentrum, das bis heute erhalten blieb. Im Jahre 1364 gründete König Kazimierz Wielki die Krakauer Akademie, und gab damit der ältesten polnischen Universität - der Jagellonen-Universität - den Anfang (aus den ältesten erhaltenen Gebäuden das Collegium Maius, das aus dem Fond der Königin Jadwiga gebaut wurde). 1366 erhielt die vor Krakau liegende Siedlung Kleparz die Stadtrechte.

Die Regierungszeit des Letzten der Jagellonen war der Zeitraum des Aufblühens von Krakau. Auf dem Wawel wurde damals das Schloß umgebaut, im Renaissance-Stil, es wurde die bekannte Zygmunt-Kapelle gebaut, in die Kemenaten kamen flämische Wandteppiche. Darüber hinaus wurden die Tuchhallen sowie viele Patrizierhäuser umgebaut.

Die Lajkonik Figur Zur Zeit der Herrschaft des Königs Sigismund III. Vasa wurde in Krakau die barocke Kultur verbreitet. Zu dieser Zeit baute man in Krakau die ersten barocken Kirchen - der Heiligen Peter und Paul (doch das schönste Beispiel des Barocks ist in Krakau die Universitätskirche St. Anna (Ende des 17. Jh. gebaut). Im Jahre 1607 verlegte König Sigismund Vasa III. den Königssitz nach Warschau, aber Krakau blieb auch weiterhin Ort der Krönungen und Begräbnisse der Könige, und es behielt seinen Titel einer königlichen Hauptstadt. Mitte des 17. Jh. wurde Krakau von schwedischen Heeren verwüstet, die am Beginn des 18. Jh. Gleiches wiederholten. 1734 fand auf dem Wawel die letzte Krönung statt - die des Königs August II. von Sachsen.

Blick auf Marienkirche von Florianska Straße. Nach der ersten Teilung Polen wurde Krakau zur Grenzstadt, die Österreicher erklärten damals die Siedlung Podgorze, die auf der anderen Seite der Weichsel lag, zu einer gesonderten Stadt. Nach der 2. Teilung im Jahre 1794 begann nach dem Schwur, den Tadeusz Kosciuszko auf dem Krakauer Mark ablegte, der Volksaufstand. Nach seinem Niedergang und der dritten Teilung Polens fiel die Stadt an die Österreicher, die auf dem Wawel zahlreiche Verheerungen anrichteten und die Gebäude den Bedürfnissen des Heeres anpaßten. Im Jahre 1809 wurde Krakau dem Großfürstentum Warschau angeschlossen. Nach Napoleons Niederlage kam die zweijährige Okkupation der Stadt durch russische Armeen, wonach, auf Kraft des Wiener Vertrags von 1815, Krakau zur Freistadt erklärt wurde. Und damals wurden auch die sterblichen Überreste der Volkshelden Tadeusz Kosciuszko und des Fürsten Jozef Poniatowski hierher gebracht. Auf der Anhöhe der hl. Bronislawa wurde in den Jahren 1820-1823 ein Hügel zur Ehre des Leiters des Volksaufstandes errichtet. In dieser Zeit, anstelle der abgerissenen Stadtmauern, legte man die Planten an. Nach dem Niedergang der Autonomie von Krakau, 1846, richteten die Österreicher erneut auf dem Wawel Kasernen ein und umgaben die Wawel-Anhöhe mit Befestigungsanlagen, und sie bauten auch an der Stadtperipherie zahlreiche Verteidigungsanlagen.

Marienkirche und Tuchhalle Im Jahre 1918, nach sehr langer Unterdrückung, erlangte Krakau die Unabhängigkeit. Die Jahre des 2. Weltkrieges sind gezeichnet von der Vernichtung der Juden aus Kazimierz, auf dem Wawel herrschte Generalgouverneur Hans Frank. Am 18.1.1945 wurde Krakau befreit. Die Nachkriegszeit brachte einen intensiven Ausbau der Stadt und die Entwicklung der Industrie, u.a. der Schwerindustrie. Die dadurch entstandene Degradierung der natürlichen Umwelt, die sich sowohl auf die Einwohner als auch auf die Bauten von Krakau auswirkt, ist heute eines der ernstesten Probleme der Stadt.