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   Sonntag, 31 Juli, 2016
   Namenstag feiern: Ignatius, Joseph
  Besucher online: 5   
 


Sehenswertes in Lubliner Woiwodschaft
Die Region von Zamosc
 
Touristische Routen
besonderer Art.
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Touristische Attraktionen der Lubliner Region

Die Lubliner Region liegt in Südostpolen, an der Grenze zweier großer physisch-geographischer Einheiten -West- und Osteuropa. Ihre historischen und geographischen Grenzen decken sich weitgehend mit der heutigen Woiwodschaft Lublin. Die natürlichen Grenzen der Lubliner Region sind im Westen die Weichsel, der größte Fluss Polens und im Osten der Bug, ihr rechtsseitiger Nebenfluss. Zwischen diesen Flüssen erstrecken sich parallel zu einander die geographischen Hauptgebiete der Region: im Norden die Podlasie- Tiefebene und die Waldlandschaft Polesie Lubelskie, im mittleren Teil die fruchtbare Lubliner Hochebene, die Wolhynische Hochebene und die Anhöhen von Roztocze, im Süden der niedriger gelegene, stark bewaldete und zum Teil dünenbedeckte Kessel von Sandomierz.

Im schönen Lubliner Gebiet finden die Touristen mühelos viele Orte, an denen die natürliche Umwelt fast in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten ist. Hier gibt es noch große Wald- und Torfmoorgebiete und in ihnen Teile des Walddickichts mit einzigartiger Flora und Fauna. In zwei Nationalparks und fast hundert Naturreservaten findet man wertvolle Pflanzengemeinschaften aus nördlichen und atlantischen Gebieten sowie vom Schwarzen Meer. In der Lubliner Region durchdringen einander nicht nur geographische und biologische Phänomene aus West- und Osteuropa, sondern sie war und ist auch heute noch bekannt für die Koexistenz vieler Nationalitäten, Kulturen und Religionen. In der Lubliner Region fanden seit Jahrhunderten zahlreiche Menschen aus anderen Ländern Zuflucht, die ihre Heimat verlassen mussten. Hier siedelten sich Juden, Schotten, Deutsche, Holländer, Armenier, Russen und Italiener an. Sowohl Bekenner des Judaismus als auch Protestanten, orthodoxe und griechisch-katholische Christen sowie Moslems. Viele wertvolle Objekte ihrer materiellen und geistigen Kultur können wir bis heute bewundern.

Das Gebiet der heutigen Woiwodschaft Lublin bildete seit Jahrhunderten den Schauplatz wichtiger historischer Ereignisse. Im Jahre 1569 wurde in Lublin die Polnisch-litauische Union geschlossen, in deren Ergebnis die "Adelsrepublik Beider Nationen" entstand - damals der mächtigste Staat in Europa. Viele aus dem Mittelalter stammende Städte sowie einzelne Architekturdenkmäler zeugen von der gegenseitigen Beeinflussung ausländischer und polnischer Kultur und Kunst. Im 16. -17. Jahrhundert bildete sich ein spezifischer Baustil heraus - die sog. Lubliner Renaissance, die vor allem die von italienischen und niederländischen Baumeistern errichteten Kirchen geprägt hat.

Ein geradezu symbolisches Objekt, das die Einflüsse der Kunst und Religion aus West und Ost umfassend verdeutlicht, ist die im Stil der Gotik und Renaissance errichtete Lubliner Schlosskapelle St. Trinitatis mit ihren wertvollen Ruthenisch - byzantinischen Fresken aus dem Jahre 1418. Der städtebauliche Komplex von Zamosc, einer Renaissancestadt von außerordentlicher Schönheit und gleichzeitig militärischen Festung, ist das Werk des Italieners Bernardo Morando - 1992 wurde dieser Komplex in die
UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen
. Zu den wertvollsten Architekturdenkmälern der Region gehören auch die Altstädte von Lublin und von Kazimierz Dolny. Palais- und Parkanlagen berühmter Adelsgeschlechter wie der Familie Zamoyski in Kozlowka, der Familie Czartoryski in Pulawy, der Familie Sanguszko in Lubartow und der Familie Potocki in Radzyn Podlaski gehören zu den wertvollsten Architekturdenkmälern in Polen.

Von den mehrere Hundert zählenden Sakralbauten in der Region sind am wertvollsten:

  • die gotische Kirche in Piotrawin aus dem 15. Jahrhundert,
  • die Kirchen und Klosteranlage der Dominikaner in Lublin,
  • sowie die Barockkirchen in Lubartow, Chelm und Wlodawa.

Im östlichen Teil der Region finden Sie zahlreiche russischorthodoxe Kirchen, u. a. in Hrebenne, Tomaszow Lubelski, Koden und Jableczna, sowie eine neounierte (byzantinisch-ukrainische) Kirche in Kostomloty. Burgen und Festungen sind bei den Touristen besonders beliebt. Besonders zu empfehlen sind die pittoresken Burgruinen in Kazimierz Dolny und Janowiec und das Lubliner Schloss sowie der Wehrturm in Stolpie (aus dem 12. Jahrhundert!).

Umfangreich ist das kulturelle Angebot im Lubliner Gebiet, die aus dem jahrhundertealten Erbe der Region resultiert. Die meisten Veranstaltungen haben lokalen Charakter und sollen diese "Kleinen Heimaten" fördern. Gesamtpolnische und internationale Veranstaltungen ziehen seit Jahren, Künstler und Touristen an. Besonders zu empfehlen sind das gesamtpolnische Festival Volkstümlicher Kapellen und Sänger sowie der Volkskunstmarkt in Kazimierz Dolny, der Internationale Polesie- Folkloresommer in Wlodawa, der Theatersommer Zamosc und das Festival "Jazz im Grenzland" in Zamosc, der Wettbewerb der Städtischen Turmbläser und die "Theaterkonfrontation" in Lublin, die Erntefeste der Hopfenbauer und Bierbrauer "Chmielaki" in Krasnystaw, das Archäologische Fest in der mittelalterlichen Wehranlage in Chodlik sowie die regelmäßig stattfindenden Konzerte und Festivals Klassischer Musik in Naleczow, Lublin und Kazimierz Dolny.

Außerordentlicher Popularität erfreuen sich auch die Folkloreveranstaltungen im Lubliner Dorfmuseum. Hier präsentieren sich Töpfer, Schmiede und Weber, vorgestellt werden außerdem die traditionelle Getreide- und Heuernte, der Handdrusch und die Herstellung von Buchweizengrütze. Mehrere Dutzend Museen in der Region präsentieren vielfältige Güter der geistigen und materiellen Kultur. Erwähnt werden müssen sowohl das erste auf polnischem Boden entstandene Museum (1801) -heute das Regionalmuseum des Polnischen Verbandes für Touristik und Landeskunde (PTTK) in Pulawy als auch das Lubliner Museum, das größte im Lubliner Gebiet überhaupt, aber auch das Goldschmiedemuseum in Kazimierz Dolny das einzige seiner Art in Polen.

In einigen biographischen Museen werden Exponate ausgestellt, die mit dem Leben und Werk hervorragender polnischer Schriftsteller im Zusammenhang stehen:

  • des Nobelpreisträgers Henryk Sienkiewicz -in Wola Okrzejska,
  • von Jozef Ignacy Kraszewski -in Romanow,
  • von Boleslaw Prus und Stefan Zeromski -in Nalczow.

Im Lubliner Gebiet findet. eine ganze Reihe spektakulärer Sport- und Erholungsveranstaltungen statt. Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei solche in natürlicher Szenerie stattfinden. Veranstaltungen wie Motocross und Radrennen, Straßen- und Geländeläufe sowie Schwimm- und Paddelwettbewerbe, die auf den Seen der Region sowie auf dem Lubliner Zemborzyce- Stausee stattfinden.


Touristen, die sich gern länger an einem Ort aufhalten, bietet die Lubliner Region attraktiv gelegene Erholungszentren, Camping- und Zeltplätze im Seengebiet von Leczna und Wlodawa, in Roztocze, am Bug und an der Weichsel. Ergänzt wird dieses Angebot durch ein dichtes Netz Gästebauerhöfen, die eine gute Erholung weitab vom Getümmel der Städte gewährleisten. Gut ausgestattete und bequeme Unterkünfte an attraktiven Orten, in der Nähe von Flüssen, Wäldern und an Seen gelegen, bieten Möglichkeiten. zum Angeln, zum Sammeln von Pilzen und Heilkräutern, zu Fuß- und Radwanderungen und sogar zum Reiten, vor allem aber zum Kennenlernen des traditionellen und gastfreundlichen Lebens der Lubliner Dörfer. Hier kann man dem Landwirt bei seiner täglichen Arbeit zuschauen, seine Werkzeuge begutachten und den Geschmack von Landbrot, -butter und -milch kennenlernen. Vertreter der traditionellen Handwerkskunst (Töpfer, Schmiede und Korbflechter) demonstrieren gern ihre Fähigkeiten und verraten Ihnen die Geheimnisse ihres Berufes.

Das ganzjährig geöffnete Heilbad in Naleczow mit kardiologischem Profil lädt alle diejenigen ein, die ihre volle körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zurückgewinnen wollen. Als heilkräftig gelten auch die "wunderbaren Quellen" an religiösen Kultstätten. Man braucht nur das Wasser aus dem Brunnen von Wawolnica, Radecznica, Urzedow oder Krasnobrod zu schöpfen... Bei einem Besuch in der Lubliner Region sollte man auch andere berühmte Wallfahrtsorte besuchen, u.a. in Koden, Lesna Podlaska und Jableczna in Podlasie sowie in Janow Lubelski, Kazimierz Dolny und Chelm.

Die Lubliner Region ist sehr reich an Natur. Die geschützten Gebiete nehmen hier etwa 25% des Territoriums ein. Der Naturschutz kann sich im Lubliner Gebiet durchaus einiger Traditionen rühmen. Bereits im .16. Jahrhundert wurden in der sog. Ordination der Familie Zamoyski in Roztocze die ersten Tiergärten in Polen angelegt. Diese Naturschutztraditionen werden vom Nationalpark Roztocze fortgesetzt, in dem u.a. die sog. Polnischen Pferdchen (konik polski) gezüchtet werden. Die Wälder von Roztocze mit ihren monumentalen Bäumen (Buchen und Tannen) gehören zu den schönsten in ganz Polen. Der Nationalpark Polesie schützt die in diesem Teil Polens einmaligen Walthundrahgebiete mit zahlreichen Relikten der postglazialen Flora sowie einige pittoreske Seen, die zu der touristisch erschlossenen Seenplatte von Leczna und Wlodawa gehören.

Bei den Touristen sehr beliebt sind auch die Landschaftsparks insgesamt 17 in der Region. Am populärsten sind Kazimierz, Lasy Janowskie, Puszcza Solska, Krasnobrod und Podlasie-Bugdurchbruch. Besonders intensive Eindrücke vermittelt die Besichtigung der Naturreservate. Manche von ihnen haben bei Naturforschern und Touristen bereits europäische Berühmtheit erlangt. Außerordentlich wertvoll sind die Reservate "Kra Jurajska" bei Lukow mit einzigartigen Ammonitenablagerungen, "Zolwiowe Blota" in den Wäldern von Sobibor sowie "Skarpa Dobrska" - das ist außerdem ein hervorragender Aussichtspunkt auf das Tal der Weichsel und Chodelka, "Nad Tanwia" und "Czartowe Pole" im Gebiet Roztocze mit ungewöhnlichen Wasserfällen an Felsschwellen.

Die Touristen, die die touristischen Attraktionen der Region entdecken wollen, können die interessantesten Orte mühelos erreichen. Ein gut entwickeltes Straßennetz ermöglicht, sogar die am weitesten vom Zentrum der Region entfernten Gebiete, wie z. B. das Grenzgebiet am Bug, zu erkunden. Entlang der Grenze zur Ukraine und zu Belarus (Weißrussland) führt die interessante Bug-Straße sowie ein fast 300 km langer Fußwanderweg. Den Touristen stehen ungefähr 80 km gekennzeichnete Wanderwege zur Verfügung, die durch die schönsten Niederungen, Hochebenen und Wälder, an Seen vorbei, durch Hohlwege und Flusstäler führen. Die markierten Naturpfade in den Nationalparks und Landschaftsschutzgebieten führen durch waldiges und sumpfiges Dickicht hindurch und ermöglichen das Erreichen von Orten, die für ihre "Naturwunder" berühmt sind, und die Aussichtstürme an manchen Wegen erleichtern das Beobachten und Fotografieren von Tieren, besonders von Vögeln.

Für die Liebhaber der Fahrradtouristik gibt es Radwege im Gebiet Roztocze, im Urwaldgebiet Puszcza Solska und in den Wäldern von Kozlowka. Die Paddler sind eingeladen zu Wildflussfahrten auf dem Tanew und vor allem auf der Krzna und dem Bug, wo sie unterwegs Bootshäuser erwarten. Sehr beliebt sind die Schiffsausflüge auf der Weichsel, die von Transportunternehmen in Kazimierz Dolny und Pulawy organisiert werden. Es lohnt sich auch, die geheimnisvolle Welt der Kreidekellergewölbe von Chelm zu besichtigen, in denen manchmal der Bär Bieluch spukt, der Beherrscher des unterirdischen Labyrinths, er ist den Touristen wohlgesinnt und guten Menschen gegenüber gastfreundlich. Beim Wandern durch die Lubliner Region werden Sie zahlreiche geheimnisumwitterte Orte finden und so manche Sage hören.

Die Liebhaber der Geschichte wird ein Stadtrundgang in Lublin erfreuen auf dem, "Jagiellonischen Pfad der Lubliner Union", der an die mit der Schließung der Polnisch Litauischen Union im Jahre 1569 im Zusammenhang stehenden Orte erinnert - dies sind zugleich die interessantesten Sehens Würdigkeiten Lublins. Wir laden alle Liebhaber des Aktiv- und des Erholungsurlaubs, bekannte und noch unentdeckte Orte suchende Touristen sowie alle Liebhaber historischer Sehenswürdigkeiten ein, die gastfreundliche Region zu besuchen.