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Die Ikonenroute - Tal
des Oslawa-Flusses
Jeder,
der hier in die Gegend des Bieszczady-Gebirges oder in die Berge des
Beskid Niski kommt, trifft auf der Route seiner Wanderungen zahlreiche
griechisch-katholische Kirchen hauptsächlich aus Holz, die sich der
Berglandschaft phantastisch angepasst haben. Ehemals gab es viel mehr
solche Kirchen, zur zeit hat sich nur ein geringer Teil dieser Kirchen,
die eine bewegte Nachkriegszeit erlebten, bewahrt und sie zeugen vom
Kunstwerk und von der Kultur der ehemaligen Einwohner dieser Berge.
Um den Touristen diese verschwindende Kultur näher zu bringen, ist
die Idee entstanden die "Ikonenroute" zu gründen, die die interessantesten
Architekturobjekte der griechisch-katholischen und der griechisch-orthodoxen
Kirche des Landes Sanok zeigt. Auf diesem Gebiet wurde auch eine ausgezeichnete
didaktische Route abgesteckt, die erleichtert, die Objekte zu finden,
denn ihre Lokalisierung und der Mangel an anderen Wanderwegen erschwerten
den Zugang zu ihnen. Alle Objekte befinden sich in der Nähe der Hauptstraße:
Sanok-Zagórz-Komancza-Staatsgrenze mit der Slowakei. Die Wanderroute
wurde für die Rücksackwanderer optimal eingerichtet. Es reicht nur
aus, sich einen Prospekt und eine gute Landkarte bei Touristeninformation
in Sanok zu besorgen, um die Schönheit der Holzarchitektur des Lemkenlandes
von Oslawa zu genießen.
Sanok Unseren Ausflug beginnen wir in Sanok,
wo man das größte Museum für Volksbaukunst in Polen mit der materiellen
Kultur der Lemken, Bojken, Talbewohner und Hügellandbewohner sowie
das Museum für Geschichte, das sich im Renaissanceschloss befindet,
mit der auch größten Sammlung der Karpatischen Ikone, der Gemäldegalerie
von Z. Beksinski und anderen interessanten Ausstellungen besichtigen
kann. Sehenswert ist auch die Besichtigung der griechisch-orthodoxen
Kirchen von Sanok, und vor allem der orthodoxen Kathedrale der Diözese
von Przemysl und Nowy Sacz sowie die griechisch-katholischen Kirchen
im Stadtviertel Olchowce und Dabrówka, und andere Sehenswürdigkeiten
der Stadt.
Von
Sanok aus fahren wir etwa 5 km in Richtung Zagórz, wo der Oslawa-Fluss
in den San-Fluss mündet. Der erste Teil dieser Ortschaft heißt Dolina,
hier befindet sich eine griechisch-katholische Kirche der Jungfrau
Maria aus dem Jahre 1836. Zur Zeit ist das eine römisch-katholische
Kirche. Von außen gesehen ist das kein schönes Objekt, aber es ist
erwähnenswert. Im Inneren ist ein kleiner Altar und die Ikonen aus
dem 19. Jh. Weiter erreichen wir die Straßenkreuzung im Zentrum von
Zagórz, geradeaus verläuft die Straße in Richtung Lesko, aber wir
fahren nach Süden, in Richtung Komancza. Auf der Hauptstraße sehen
wir auf der linken Seite, etwa 500 m von der Kreuzung eine aus Stein
gemauerte griechisch-katholische Kirche des Heiligen Michael von Zagórz,
die aus dem Jahre 1836 stammt. Ehemals griechisch- katholisch, ist
sie heute von den griechisch-orthodoxen Gläubigen benutzt. Auf der
Ostseite befindet sich ein halbkreisförmiger Chorraum, dem eine Sakristei
hinzugestellt wird. Auf der westlichen Seite ist ein hoher gemauerter
Turm, im oberen Teil aus Holz, an der Spitze mit einem kugelförmigen
Pseudokirchenglöcklein verziert. Im Inneren ist ein gegenwärtiger
Ikonostas.
Die Schlüssel befinden sich bei Herrn Nestor Hlywjak,
neben der Kirche - Mlynarska-Str. 10.
Wir
gehen diesen Weg weiter und kommen an der Pfarr- kirche aus dem 18.
Jh. vorbei, hinter der ein schmaler Feldweg zu den 500 m entfernten
malerischen Ruinen des auch aus dem 18. Jh. stammenden Karmeliterklosters
führt. Neben der Kirche ist die Straßenkreuzung, die Haupt- straße
führt geradeaus mit den Serpentinen durch den Dzial-Berg, die zweite
führt durch Poraz, an den Oslawa-Fluss entlang. Beide Straßen treffen
später im Ort Szczawne aufeinander. Welche soll man dann wählen? Beide
Routen sind sehr attraktiv, obwohl die zweite im Zusammenhang mit
unserem Thema wertvollerer ist. Wir beschreiben jedoch beide, um Ihnen
die Entscheidung zu überlassen.
Wenn wir nach rechts abbiegen, dann erreichen wir bald den Ort Poraz.
Gleich an dessen Anfang befindet sich auf der linken Seite etwa 300
m von der Straße der neugotische Hof der Familie Gubrynowicz, der
letzten Eigentümer der in der Umgebung liegenden Ländereien. In der
Dorfmitte sehen wir auf der linken Seite auf dem Hügel auch eine gemauerte
Kirche aus dem 18. Jh. Hinter dem Dorf ist die nächste Kreuzung, an
der wir uns in Südrichtung nach Morochów
begeben. Hier befindet sich eine griechisch-katholische Holzkirche
aus 1837, seit 1961 eine griechisch-orthodoxe Kirche. Von außen ist
das Objekt nicht besonders sehenswert, aber sein Innere verdient unsere
Aufmerksamkeit - der interessante aus dem 19. Jh. stammende Ikonostas
und die Ausstattung mit starken neugotischen Merkmalen. Um die Kirche
zu erreichen, müssen wir nach rechts zum Bodenweg am griechisch-orthodoxen
Holzkreuz abbiegen und etwa 50 m weiter fahren. Das
Objekt kann man mit dem Pfarrer, der im Pfarrhaus wohnt, besichtigen.
Das nächste Dorf ist Mokre. Auf der linken
Seite sehen wir eine Griechisch-katholische gemauerte Kirche mit einem
roten Dach. Das ist ein neues Objekt. Es ist 1992 erbaut, aber im
Inneren befindet sich ein interessanter Ikonostas aus 1900, der aus
dem Dorf Stubianka stammt und der Kirche durch das Museum in Lancut
im Depot hintergelegt wurde.
Die Kirche zeigt uns Herr Bogdan Mielnik, Mokre
42 .
Im Dorf ist auch die Gesangs- und Tanzgruppe "Oslawiany" tätig, die
die Volkskunst der Lemken und Bojken präsentiert. Weiter führt der
Weg an der Erdölgrube vorbei, verlässt Mokre und schlängelt sich das
malerische Tal des Oslawa-Flusses in Richtung Wysoczany entlang. Auf
einmal schlängelt er sich am Bergabhang zwischen den Eisenbahngleisen
und dem fließenden Fluss. Der Weg verengert sich an dieser Stelle
auf der Strecke von etwa 1 km. In Wysoczany gehen wir an einem alten
griechisch- katholischen Friedhof vorbei, auf dem man eine neue kleine
Kirche aufgestellt hat. In deren Inneren befindet sich ein interessanter
gegenwärtiger Ikonostas.
Die Schlüssel hat der Dorfschulze Herr Roman Karpa.
Hinter dem Dorf sind die Häuser der ehemaligen Staatlichen Landwirtschaft,
wo zur Zeit ein Pferdegestüt entsteht. Gleich hinter dem Gestüt ist
die Kreuzung mit der Straße aus Bukowsko, wo wir nach links abbiegen.
Hinter uns bleibt das nicht existierende Dorf Plonna, in dem sich
die Ruinen der griechisch-katholischen Kirche befinden. Nach dem II.
Weltkrieg wurden sie als Lagerräume der Staatlichen Landwirtschaft
benutzt. In Szczawne verbinden sich wieder die Wege, die in Zagórz
eine Abweigung bildeten.
In
diesem Moment kehren wir nach Zagórz zurück, um die erste Route zu
beschreiben. Wir fahren an der Straßenkreuzung in Poraz vorbei, nach
Süden in Richtung Tarnawa. Auf dem ersten Hügel fahren wir am alten
Friedhof von Zagórz auf der linken Seite vorbei und kommen ins Dorf
Wielopole, das jetzt in den Grenzen von
Zagórz liegt. Links sehen wir hinter dem Fluss die Ruinen eines Klosters,
und ein bisschen nach rechts eine weiße, gemauerte und auf dem Hügel
stehende griechisch-katholische Kirche des Erzengels Michael , die
1939 nach dem Kreuzplan gebaut und mit einem großen Kuppeldach geschmückt
wurde. Leider ist im Inneren kein Ikonostas. Um diese Kirche zu erreichen,
muss man nach links abbiegen, dann über die Eisenbahnstrecke und eine
kleine Brücke gehen. Weiter kommen wir ins Dorf Tarnawa Dolna. Hinter
diesem Dorf gibt es eine Kreuzung, an der wir nach rechts abbiegen.
Die Straße nach links führt zum Kalniczka-Tal, wo sich die griechisch-katho-
lischen Kirchen in Tarnawa Górna (1817), Olchowa (1877) und Srednie
Wielkie (1810) im baufälligen Zustand und in Lukowe (1828), die jetzt
als römisch-katholische Kirche benutzt wird, befinden.
Wir fahren über Czaszyn und sehen unterwegs eine gemauerte griechisch-katholische
Kirche des Heiligen Nikolaus aus 1835, die heutzutage eine römisch-katholische
Kirche ist. Hinter dem Dorf drängen wir uns durch malerische Serpentinen
nach Brzozowiec durch, woher man ein wunderbares Panoramabild auf
das Bukowiec-Vorland, die Salzberge und das Lesko-Vorland hat. Der
Berggipfel selbst ist mit dem Wald bedeckt, aber wenn wir auf seine
südliche Seite fahren, sehen wir wieder ein wunderschönes Panoramabild
auf das Tal des Oslawa-Flusses, der das Bieszczady-Gebirge von den
Bergen Beskid Niski trennt.
Wir fahren abwärts und auf der rechten Seite sehen wir den Friedhof
und den gemauerten Glockenturm - Überreste der im Jahre 1974 abgebrannten
griechisch-katholischen Kirche in Kulaszne. Neben dem Glockenturm
steht eine neue gemauerte Kirche. Wir
fahren ins Dorf Szczawne und hier treffen
wir auf den vorstehend beschriebenen Weg durch Morochów. Wir verlassen
Szczawne und bemerken auf der rechten Seite, hinter der Eisenbahnstrecke
eine griechisch-katholische Holzkirche des Einschlafens Gottesmutter,
(zur Zeit griechisch-orthodoxe Kirche), die 1888 im östlichen Lemkenstil
erbaut wurde. Im Inneren ist der Gegenwartsikonostas. An den Wänden
ist die Figurenpolychromie aus 1925. Neben der Kirche befinden sich
der hölzerne Glockenturm aus 1889 und der Pfarrfriedhof. In Szczawne
kann man auch einen interessanten Bildstock aus Holz aus dem 19. Jh.
sehen, der an der Hauptstraße steht.
Die Schlüssel hat Herr Jan Walorny - Szczawne 20
- ein großes gemauertes Haus auf dem Weg nach Bukowsko.
Nachdem
wir Szczawne verlassen haben, kommen wir in Rzepedz
an. Um die griechisch-katholische Kirche in Rzepedz - eine der schönsten
Kirchen, die auf diesem Gebiet besprochen werden - zu erreichen, muss
man am Anfang des Dorfes nach rechts abbiegen. Wenn wir den Rzepedka-Bach
aufwärts fahren, dann kommen wir direkt vor dieses Objekt. Das ist
eine griechisch-katholische Holzkirche des Heiligen Erzbischofs Nikolaus
im östlichen Oslawa-Lemkenstil, 1824 erbaut und 1826 geweiht. Sie
wurde 1896 renoviert und wahrscheinlich hat man dann eine Sakristei
zugestellt. Bei der vorläufigen Absicherung wurde 1969 die Sakristei
angerissen.
Nach dem II. Weltkrieg ist sie als Kirche benutzt worden, zur Zeit
dient sie wieder den Gläubigen der griechisch-katholischen Glaubensbekennung.
Im Inneren ist der Ikonostas, der dem gegenwärtigen Aussehen der Kirche
angepasst wird. An den Wänden ist die Polychromie aus 1896. An der
Kirche befindet sich ein dreistöckiger Pfosten-Rahmen-Glockenturm
aus Holz, der dem gegenwärtigen Zustand der Kirche entspricht. Die
Kirche wird jetzt grundsätzlich renoviert. Das Objekt ist mit einer
kleinen Steinmauer umgeben. Daneben befindet sich der Kirchenfriedhof.
Die Schlüssel zur Kirche hat Herr Slawomir Jurowski,
der im ersten Haus hinter der Kurve auf der rechten Seite wohnt.
Wir kommen zur Hauptstraße zurück und fahren weiter nach Süden. Wir
fahren über die Eisenbahnstrecke und die Brücke und kommen zur Straßenkreuzung
nach Turzansk. Hier ist es sehenswert, von der Hauptstraße abzuweichen
und eine griechisch-katholische Kirche von Turzansk zu besichtigen.
Dann fahren wir an den Holzwerken vorbei, über die Brücke am Oslawa-Fluss
und kommen direkt ins Dorf Turzansk. Nach
etwa 1,5 km erreichen wir ein schönes Gottes- haus aus Holz auf der
linken Straßenseite. Zu dieser Kirche führt ein 50 m langer Feldweg,
der von der Hauptstraße abzweigt, oder kleine Steintreppen, die sich
in der Nähe befinden.
Das ist eine griechisch-katholische Kirche (zur Zeit griechisch-orthodoxe)
des Erzengels Michael im östlichen Oslawa-Lemkenstil, die 1803 erbaut
wurde. Im Inneren befinden sich der Ikonostas aus 1895 und zwei Seitenaltäre
Anfang des 19. Jh. Neben der Kirche ist der Pfostenglockenturm aus
Holz - der höchste Glockenturm dieser Art in Polen.
Das Objekt kann man mit Herrn Theodor Tchoryk bewundern,
der im oberen Teil des Dorfes wohnt - Turzansk
63.
Wir kommen nach Rzepedz zurück und fahren die Hauptstraße in Richtung
Süden entlang. Von jetzt an fahren wir die Straße am Oslawica-Fluss
- der linke Oslawa-Nebenfluss entlang. Diese Flüsse fließen parallel
und getrennt werden sie durch den Dyszowa-Jasieniowa-Gebirgspass.
Möchten wir an dieser Strecke den Oslawa-Fluss weiter fahren, dann
müssten wir nach Rzepedz in Richtung zur Schmalspurbahn abbiegen.
Leider ist diese Route nur zu Fuß oder mit einem Geländewagen erreichbar,
denn das ist ein Bodenweg, der an einigen Stellen die Fahrt über die
Furten verlangt. Hier verläuft auch die Linie der Schmalspurbahn,
die seit vielen Jahren nicht in Betrieb ist und dadurch zerstört wird.
Wir verlassen Rzepedz und fahren am Verkehrsschild mit der Überschrift:
Jawornik vorbei.
Vor dem II. Weltkrieg gab es hier ein großes Lemkendorf, das Bach
aufwärts bis zum demselben Dorf verlief. Zur Zeit sind hier nur ein
paar Häuser. Interessant sind hier die Musikkurse, die durch das "Orchester
des Heiligen Nikolaus" veranstaltet werden. Während dieser Kurse kann
man die Kultur der ehemaligen Einwohner dieser Region kennen lernen.
Das
nächste Dorf auf unserer Route ist Komancza, ein Ort, der wegen seiner
malerischen Lage und der reichen Geschichte von besonderer Bedeutung
ist. Wir kommen nach Komancza und auf der
rechten Seite fahren wir an einem Steinbruch außer Betrieb, und bald
am Bahnhof Komancza-Letnisko vorbei.
Gleich hinter dem Bahnhof ist eine Gleisüberführung, über die den
Weg zum 600 m entfernten Kloster der Nazarether Ordensschwestern führt.
In diesem Kloster war der Kardinal Wyszynski in den Jahren 1955-56
festgehalten. Nachdem wir die Dorfmitte erreicht haben, fahren wir
am Bahnhofsgebäude auf der rechten Seite und an der kleinen Holzkirche
aus den Jahren 1949-50 vorbei, hinter dieser Kirche führt der Weg
weiter in Richtung Duszatyn und die kleinen Duszatyn- Seen, die
am Chryszczata-Abhang (998 m ü.d.M.) liegen. Wir begeben uns geradeaus
und nach einigen zehnten Metern biegen wir zum Weg ab, der über der
Eisenbahnbrücke in Richtung Dukla verläuft. Wir sind im Tal des Barbarka-Baches,
in dem sich zwei wunderbare griechisch-katholische Kirchen von Komancza
befinden. Die erste sehen wir auf der linken Straßenseite. Das ist
ein großes gemauertes Objekt, im oberen Teil aus Holz, und an der
Spitze mit einer großen Kuppel geschmückt. Sie wurde in den Jahren
1985-88 erbaut. Mit ihrem Bau ist eine interessante Geschichte verbunden.
Da die Gläubigen der griechisch-katholischen Kirche in der alten Kirche
keinen Gottesdienst abhalten konnten, wollten sie eine neue Kirche
bauen.
Leider bekamen sie keine Baugenehmigung, sie konnten nur die alte
verlassene Kirche übertragen. Sie haben sich für das Objekt im Ort
Dudynce entschieden. Die Komancza-Einwohner mieden hinterlistig alle
Schwierigkeiten und beschlossen eine große gemauerte Kirche zu bauen,
die sie mit der kleinen griechisch-katholischen Holzkirche aus Dudynce
geschmückt haben. Das hatte selbstverständlich auf ein untypisches
äußeres Aussehen einen Einfluss. Seit 1990 befindet sich an der Kirche
das Lemkenmuseum, das die Gegenstände des Alltagslebens der Lemken
darstellt.
Das Objekt zeigt uns der Pfarrer, der im Pfarrhaus
daneben wohnt.
Etwa 300 m weiter steht auf dem Hügel auf der rechten Straßenseite
eine wunderschöne griechisch-katholische Gottesmutter Schutz-Holzkirche
aus 1802. Nach 1836 wurde noch die Sakristei mit dem nächsten kleinen
Turm zugebaut. Ursprünglich war das die griechisch-katholische Pfarrkirche,
seit 1963 ist sie von der griechisch-orthodoxen Bevölkerung benutzt.
Sie wurde nach dem östlichen Lemken-Oslawa-Stil gebaut. Im Inneren
befindet sich der vollständige Ikonostas aus 1832. Vor der Kirche
steht der Tor- Glockenturm aus Holz. Das Objekt ist mit einer niedrigen
Steinmauer umgeben, daneben ist der Kirchenfriedhof.
Das Objekt besichtigen wir mit dem orthodoxen Probst,
der im Privathaus in der Nähe der griechisch-katholischen Kirche (byzantinisch-ukrainische
Kirche) - Komancza 216 wohnt.
Wenn
man schon in Komancza ist, soll man noch in Richtung Wislok Wielki
fahren, wo sich eine schöne Ostlemken-Holzkirche (zur Zeit die römisch-
katholische Kirche) des Heiligen Onuphrius befindet. Sie wurde in
den Jahren 1850-53 erbaut. Die Kirche ist mit einer kleinen Bruchsteinmauer
umgeben, daneben ist der gemauerte Glockenturm. Im Inneren ist ein
interessanter Ikonostas zu sehen. Der Pfarrer,
der im Pfarrhaus daneben wohnt, zeigt uns die Kirche.
Nach der Rückkehr in Komancza fahren wir in Richtung Lupków und erreichen
das Dorf Radoszyce. Hier wird zur Zeit eine
Straße in Richtung des geplanten Grenzübergangs gebaut. Wir fahren
zur einzigen Straßenkreuzung im Dorf und biegen nach rechts ab. Nach
einigen Minuten sind wir am Objekt. Das ist eine griechisch-katholische
Pfarrkirche des Heiligen Dimitri, aus Holz, 1868 erbaut. Im Inneren
ist ein gegenwärtiger Ikonostas und ein kleiner Rokoko- Altar. Aus
dem Ikonostas wurden 1991 kleinere Ikonen sog. "prazdniki" gestohlen.
Vor der Kirche ist ein Glockenturm aus Stein. Um die Kirche herum
befindet sich ein Kirchenfriedhof. Sehenswert sind die Gemälde im
Chorraum, die das Alltagsleben der Dorfbewohner darstellen. Auf dem
einen ist eine Lemkenfrau zu sehen, die in die Kirche geht, auf dem
anderen ein Lemkenmann in der Volkstracht, der das Getreide sät.
Die Schlüssel zur Kirche hat Frau Zofia Gusztak,
Radoszyce 12 - das nächste Haus von der Kirche, aber am besten
ist es, mit dem Pfarrer (Czeslaw Dec - Komancza
88, Tel.-Nr. 4677081), der in Komancza wohnt, einen Termin
festzulegen, er führt selbst gern durch die Kirche.
Über dem Dorf ist eine Kapelle an einem Bach, der der "Wunderquelle"
entspringt, in der Kapelle befindet sich eine interessante Gegenwartsikone,
die Christus am Ölberg darstellt. Nach der Besichtigung der Kirche
kommen wir zur Hauptstraße zurück und fahren weiter in südlicher Richtung.
Wir fahren an großen Gebieten des ehemaligen Dorfes Oslawica vorbei,
wo es nur verlassene Häuser der Staatlichen Landwirtschaften und ein
paar Bauernhäuser gibt. Von der Ostseite fahren wir an Nowy Lupków
vorbei und kommen zum Oslawa-Tal zurück und biegen nach links ab,
ins Dorf Smolnik.
Nach
1 km sehen wir auf der rechten Seite eine schöne Kirche von Smolnik.
Das ist eine gemauerte ehemalige griechisch-katholische Pfarrkirche
des Heiligen Nikolaus, die 1806 erbaut wurde. Das Innere beherbergt
ein Gegenwarts- Ikonostas. Neben der Kirche ist ein gemauerter Glockenturm.
An der Wand sind die Inskriptions- Epitaphe. Seit 1969 ist das wieder
eine römisch-katholische Kirche. Die Kirche zeigt
uns Frau Maria Mrugala - Smolnik 18, die im gemauerten Haus
etwa 200 m von der Kirche auf der rechten Straßenseite wohnt.
Leider ist das das letzte Objekt im Oslawa-Tal. Weiter in südlicher
Richtung erreichen wir seine Quellen in der Nähe von Balnica, wo sich
nur eine alte Kapelle, die zur Zeit mit gesellschaftlichen Initiativen
renoviert wird, befindet. Wir fahren an Wola Michowa vorbei, einem
großen und dicht besiedelten Ort, in dem Polen, Ukrainer und Juden
gewohnt haben. Heute gibt es weinige Zeichen seiner vergangenen Glanzzeit.
Aber es lohnt sich auf freiem Felde anzuhalten und der Stimme der
Kirchenglocke, die von den Wiesen mit dem Erlenwald kommt, aufmerksam
zuzuhören. Deshalb beende lieber Wanderer deine Reise an den Quellen
des Oslawa-Flusses, der dir die Geschichte dieses wunderbaren Landes
erzählt.
Informationen für die Rücksackwanderer.
Die genannten Objekte kann man auch zu Fuß erreichen oder die schon
vorhandenen Wanderwege benutzen. Sie führen durch die malerischen
Gebiete der Berge Beskid Niski und des Bieszczady-Gebirges. Ihr ziemlich
dichtes Netz ermöglicht einen Ausflug zu Fuß fast aus jedem wichtigeren
Ort dieser Region. Aus Sanok führt der -blaue
Wanderweg durch das Oslawa-Tal. Er verläuft vom Hauptbahnhof/Busbahnhof
durch das Dorf Stróze Wielkie bis zu den schönen Lazy Strózowskie-Ansichtswiesen.
Weiter geht er durch das Dorf Morochów und über dem Dorf Mokre geht
er aufwärts bis zum Dzial-Gebirgsmassiv. Dann verläuft er über den
Pohary-Gipfel (641 m ü.d.M.), den sehr attraktiven Sulila-Gipfel (759
mü.d.M.) mit seiner wunderbaren Aussicht und den Turzansk-Gebirgspass
(609 m ü.d.M.) zum Chryszczata-Gipfel (998 m ü.d.M.), wo er sich mit
dem Beskid-Hauptwanderweg, der
-rot markiert ist, verbindet. Von Komancza aus können wir den oben
erwähnten -rot
markierten Beskid- Hauptwanderweg nehmen und ihn zum Oslawa-Tal nach
Duszatyn entlang gehen. Von hier aus nimmt man den Kieselweg und die
Gleise der Schmalspurbahn entlang kommt man nach Smolnik. Wenn man
diesen Wanderweg aus Komancza in westlicher Richtung nimmt, kommt
man zum Kamien-Gipfel 717 m ü.d.M., woher man den Waldweg entlang
das Rzepedka-Tal erreicht und zur schönen Kirche in Rzepedz kommt.
Nach Radoszyce und Smolnik kann man auch kommen, wenn man den -blauen
Grenzwanderweg, der die Grenze Polens und der Slowakei entlang verläuft,
nimmt. Bis zum Wisloka-Fluss kommt der
-gelbe Wanderweg, der im Norden die Bukowica-Abhänge abwärts verläuft
und dann nach Kanasiówka geht, wo er sich mit dem
-blauen
und -grünen
Wanderweg verbindet. Die Zufahrt zu den beschriebenen Ortschaften
ermöglicht auch der öffentliche Straßenverkehr. Von Sanok aus kann
man leicht mit den Bussen des Staatlichen Straßenverkehrs vom Hauptbusbahnhof,
des Stadtverkehrs oder des privaten Naheverkehrs, dessen Bahnhof sich
im Stadtzentrum in der Daszynski-Str. befindet, fahren. Das billigste
Verkehrsmittel bleibt jedoch die Eisenbahn. Die Züge in Richtung Komancza
und Lupków fahren ab Bahnhof in Sanok und Zagórz, wohin jede 15. Minute
die Busse der Linie Nr. 5, die ihre Bushalte- stellen im Zentrum der
Stadt Sanok und am Hauptbahnhof haben, verkehren. Durch das Oslawa-Tal
verkehren auch die Züge nach Kosice, Humenne und Medzilaborce in der
Slowakei.
Siehe auch: Die Ikonenroute - Tal des San-Flusses
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