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Sanok (Bieszczady Gebirge)
Die
Gegend um Sanok ist ein malerisches und geographisch sowie kulturell
abwechslungsreiches Gebiet.
Südöstlich breitet sich das Gebirge Bieszczady aus, die größte Touristenattraktion.
Der höchste Gipfel ist Tarnica - 1346 m. ü.d.M.
Geschichte der Stadt.
Die älteste schriftliche Erwähnung Sanoks stammt aus der Zeit, als
das Land Ruthenischen Fürsten gehörte. In den Ruthenischen Annalen
- Latopis Hipacki wurde es als die wichtigste Wehrburg und
Zentrum der Ruthenischen Verwaltung in der Gegend erwähnt. 1339
bekam Sanok das Lokalisationsprivileg auf "Magdeburger Recht". Nach
1340 hat der König Kazimierz der Große das Halicka Ruthenen Polen
angeschlossen und am 25.April 1366 das Stadtrecht für Sanok bestätigt.
Im Sanoker Schloss halte das Stadt- und Landsamt mit dem Starosten
an der Spitze seinen Sitz. In der Stadt gab es auch das Amts-. Landes
sowie das obere Gericht des deutschen Rechts für das ganze Sanoker
Land. Im XVI.Jh. wurde auf Anregung Mikolaj Wolskis das gotische
Schloss im Stil der Renaissance umgebaut. Trotz der zahlreichen
Umbauten und der Zerstörung der Flügel bewahrte es seine Gestalt
bis heute.
In der Mitte von Bieszczady befindet sich der Stausee "Zalew
Solinski", sowie ein kleinerer See - "Jezioro Myczkowskie".
Den
attraktivsten Teil
der Berge bilden der Nationalpark von Bieszczady, der Landschaftspark
des San- Flusstals, der Cisna-Wetlina Landschaftspark, der Landschaftspark
des Slonne- Gebirges. Südwestlich von Sanok liegt der östliche Teil
der Gebirgskette Beskid Niski, ebenso "Naturbelassen" wie Bieszczady,
deren Hauptkamm sich allmählich in Richtung Gebirgspass "Przelecz
Dukielska" senkt. Touristisch attraktiv sind auch die Gebirgsketten
"Gory Slonne" und "Podgorze Przemyskie", die nordöstlich
von der Stadt liegen. Den Kamm der "Slonne-Berge" entlang schlängeln
sich die längsten in Polen Serpentinen, auf denen jedes Jahr Autorennen
stattfinden. Westlich von San breiten sich die Berge des "Pogorze
Dynowskie". Die Bergabhänge sind hier sanfter, die Dörfer volkreich
und wohlhabend. Hier war die Aussiedlungsaktion "Wisla" von 1945-47
nicht so stark, die Städte und Hauptstraßen nach Krakow. Rzeszow
oder Warszawa liegen auch nicht so weit von hier.
In
der Zeit von der Mitte des XlV.Jh. bis zur Mitte des XVI.Jh. begann
der Verfall Sanoks. Große Rolle spielten dabei die Brände, von denen
der größte von 1566 die Stadt dermaßen zerstörte, dass sich lediglich
die Burg. die Franziskanerkirche, 5 Häuser und obere Vorstadt erhalten
hatten. Nach der ersten Teilung Polens 1772 haben die Österreicher
die Stadt so zertrümmert vorgefunden, dass nicht mal ein einziges
Haus sich für den Sitz des Starosten eignete. Die Starostei wurde
nach Lesko verlegt. Erst 1798 bekam das Amt das Gebäude des ehemaligen
Krankenhauses. 1812 wurde das Landesamt ins renovierte Schlossgebäude
eingeführt. Große Bedeutung für die Stadtentwicklung hatte der Bau
der Eisenbahnlinie von Chyrow über Zagorz und Lupkow nach Ungarn
im Jahre 1872 und der Strecke von Zagorz über Sanok nach Jaslo im
Jahre 1884. Während des l Weltkrieges litt die Stadt unter Kriegsgeschehen
und einer Choleraepidemie. Am 1. November 1918 marschierte aus dem
Sokol- Gebäude die erste polnische Patrouille und die Polen übernahmen
hier die Macht. Zwischen Sanok und Ustrzyki Dolne bildete sich die
Front zwischen den polnischen Truppen und den Heeren der Westukrainischen
Volksrepublik. Im November entstand in Komaricza die s.g. Komaricza-Republik,
die sich an die Westukrainische Volksrepublik anschloss. Im Januar
1919 liquidierten die polnischen Soldaten diese Republik. In der
Zeit zwischen den Weltkriegen entstanden die Fabrik der Gummierzeugnisse,
die Akkumulatorenfabrik "Warta". die Stadt erhielt elektrische Beleuchtung.
Wasserleitung, Gasleitung sowie viele andere Investitionen.
Am
9.September besetzten die Stadt deutsche Soldaten. Bis zum 22.Juni
1941 war Sanok eine Grenzstadt. denn am Fluss war die Grenze zwischen
Generalgouvernement und der Sowjetunion. Am 9.August 1944 marschierten
in Sanok russische Truppen ein. Der Krieg brachte viele Zerstörungen
mit, besonders in der Industrie. In Sanok dauerte er jedoch länger
als nur bis zur Verdrängung der deutschen Truppen. Der Bürgerkrieg
zwischen der ukrainischen Aufstandsarmee (DPA) und den Abteilungen
der Miliz. des Amtes für Sicherheit UB und der polnischen Armee dauerte
bis 1948 und brachte Vernichtung und Zerstörung vielen Dörfern mit.
Das letzte dramatische Ereignis war die Aktion "Wisla", bei der die
ukrainische Bevölkerung in die westlichen Gebiete ausgesiedelt wurde.
In dieser Zeit dauerten unerbittliche Kämpfe mit den Abteilungen der
Untergrundorganisationen Freiheit und Unabhängigkeit (WiN) und Nationale
Streitkräfte (NSZ) an.
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Die wichtigsten Baudenkmäler in Sanok
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1. Das gotische Königsschloss, an der Stelle der ehemaligen
Ruthenischen Burg errichtet. 1523-48 im Stil der Renaissance
umgebaut. Die Flügel wurden im XIX Jh. zerstört.
2. Das Gebäude des s.g. Gasthauses, 1775-99 gebaut.
Sitz des Historischen Museums.
3. Der griechisch orthodoxe Dom der Hl. Dreiheiligkeit.
1784 im klassizistischen Stil gebaut, innen voller Ikonostas
aus dem XIX.Jh. barocke Nebenaltäre aus der 1. Hälfte des
XVIll.Jh. und das Bild der Gottesmutter mit Kind aus dem XVll.Jh.
4. Kirche und Kloster der Franziskaner aus den Jahren
1632-40. barock, später umgebaut, innen spätbarocke Altäre
und das Bild der Gottesmutter.
5. Rathaus aus dem XVIll.Jh. mehrmals umgebaut. An
der Frontfassade eine Uhr. der Stadt- und der Staatswappen.
6. Ehemaliges Starostengebäude aus den Jahren 1875-80.
heute Stadtamt. Auf der Fassade - Wappen des Landes von Sanok.
7. Pfarrkirche der Verklärung Christi aus den Jahren
1874-87, unweit der Stelle eines älteren Bauwerks errichtet;
das verbrannte. Im rechten Schiff eine Renaissance- Grabsteinplatte
von Sebastian Lubomirski, von der allen Kirche.
8. Das Haus der Mansionaren aus dem XVll. Jh. vom Kanoniker
Franciszek Gozlinski gestiftet, an der nicht mehr bestehenden
Pfarrkirche des Erzengels Michael errichtet.
9. Bürgerhäuser aus dem XVIII. und XIX.Jh. in der Altstadt.
10. Die Sezessions-Villa der Familie Zaleski - XIX.Jh.
11. Holzkirche der griechisch-katholischen Gemeinde (heute
römisch-katholisch) aus dem Jahre 1844 im Stadtviertel Olchowce.
Im Inneren die Ausrichtung aus dem XVIII. und XIX.Jh.
Siehe auch: Die Ikonenroute - Tal
des San-Flusses
Die Ikonenroute - Tal des Oslawa-Flusses
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