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Ustron
der einzige Kurort im Beskidenland das auch ein Urlaubszentrum ist!
Der besondere Reiz der Stadt wird von den umgebenden Waldbergen geprägt.
Es sind: der Lipowski Gron (745 m u.d.M.), die Rownica
(884 m u.d.M.), die Große Czantoria (995 m u.d.M.) und
die Kleine Czantoria (866 m u.d.M.). 
Die Bewaldung besteht überwiegend aus noch gut erhaltenen Fichten-
und Buchenständen. Ustron verfügt über ein hervorragendes Angebot
von Kur-, Gesundheitsaufbau- und Erholungsmöglichkeiten. Der Ort ist
verkehrsgünstig gelegen, hat 6000 Gästebetten in Kurhäusern, Groß-
und Kleinpensionen, Hotels. Es gibt dort eine gut ausgebaute Anzahl
von Gasthäusern, Sporteinrichtungen und interessanten Kulturstätten.
Sie können dort also Sport treiben, wandern und ein Vergnügen im Kontakt
mit der hiesigen Kultur haben.
Ustron - sehenswert zu jeder Jahreszeit!
"Der Ort trug den Namen Ustron seit uralten
Zeiten, und die noch im Latein geschriebenen kirchlichen Urkunden
nennen ihn verschieden: mal Ustrona, mal wieder Ustrin. Es dürfte
sein, die Bezeichnung deutet auf das umgängliche Wort für ein abseits
gelegenes, von der übrigen Welt getrenntes Landeck, ein wahres V
ströme {abgelegener Ort} ..."
(" Chronik Teschener Schlesiens und der Kreise Biala und Zywiec,
1932 ")
Ustron
wurde am 28. Dezember 1956 zur Stadt erhoben, aber bereits
1305 wird der Ort im "Güterverzeichnis der Bischöfe von Breslau" vermerkt.
1335 wird er im ersten Register schlesischer Siedlungen erwähnt, dann
1480 in der Chronik des ersten polnischen Historikers Jan Dlugosz.
Der Ortsname Ustron ist auf einer polnischen Landkarte von Waclaw
Grodecki, der sie dem polnischen König Zygmunt August widmete, zu
finden.
Ursprünglich war das Dorf Eigentum der Teschener Piastenfürste, seit
Mitte des XVI. Jh. wurde es Besitz des hiesigen Adels, hundert Jahre
später übernahm die Gemeinde die Kaiserliche und Königliche Kammer,
die unter der Schinnherrschaft der Habsburger stand.
Im XVIII. Jh. wurden in der Umgebung Erzflöze gefunden, infolge dessen
1772 eine Eisenhütte, anschließend ein Schmiedewerk, ein Walzwerk
und eine Gießerei entstanden. Seit dieser Zeit hat sich das vorwiegend
von Hirten und Bauern bewohnte Dorf in eine nicht nur landwirtschaftliche,
sondern auch industrielle Siedlung umgewandelt. Ende des XIX. Jh.
verzeichnete sich ein Abstieg des Ustroner Hüttenwesens zugunsten
einer neuen Hütte in Trinec (z. Zt. Tschechien); sein Ende ist das
Jahr 1897, als der Hochofen ausgelöscht wurde. Bis heute funktioniert
dort allerdings ein metallverarbeitendes Werk mit Rohstoffzufuhr von
außen. Das Hüttenwesen, ein ausgesprochen günstiges Klima und landschaftliche
Vorteile gaben Anlaß zum Entstehen des Heilwesens.
Die
am Hochofen beschäftigten Schmelzer haben rasch entdeckt, daß das
vom Sinter angewärmte Wasser Rheumaschmerzen mildert. Auf diese Weise
fing man mit sogenannten Sinterbädern an. Diese Entdeckung der Hüttenarbeiter
wurde dann mit ärztlichen Untersuchungen bestätigt, und auf Grund
dieser verordnete der Erzherzog Albert mit seinem Bescheid den Bau
eines Badehauses mit Gasthof, an dessen Wand ein Schild mit folgender
Inschrift auf Latein angeordnet war:
"Erzherzog Albert erbaute dieses Gebäude, damit heiße Wasser die
Kranken heilen mögen, 1804".
In der zweiten Hälfte des XIX. Jh. entdeckte man auch in Ustron
eisenhaltige Wasserquellen und Moorflözen, was der Ortschaft noch
mehr Interesse als Kurort einbrachte. Es wurden hier Rheumaerkrankungen,
also Gelenk- und Muskelleiden behandelt. Großen Erfolg hatten auch
Milchkuren, für die Ziegen- und Schafmolke bei Erkrankungen der Atemwege
gebraucht wurde.
1882
hat die Landesregierung in Opava (z. Zt. Tschechien) Ustron zum staatlichen
österreichischen Kurort erhoben. Seit 1901 wurde das hiesige Moorbad
bekannt. Die derzeit moderne Ausstattung und das umfangreiche Heilangebot
erwarben weiten und guten Ruf. Vor dem II. Weltkrieg wurde die Ortschaft
elektrifiziert, der Fluß Wisla geregelt, ein Schwimmbad mit benachbarten
Tennisplätzen errichtet, auch der Kurpark und Spazierwege wurden renoviert
und neue angelegt. 1967 erhielt Ustron Rechte eines Kurortes, 1972
wurde der Stadt von der Bezirksbehörde in Bielsko-Biala der Kurortstatus
zugestimmt. Im Jaszowiec-Tal entstand in den sechziger Jahren ein
Urlaubsgebiet mit zahlreichen architektonisch interessant gestalteten
Erholungsobjekten. In den siebziger Jahren baute man im Viertel Zawodzie
ein komplexartig angelegtes Kur- und Hotelzentrum mit den markanten
Pyramidenbauten, der Klinik für Rheumakrankheiten, dem Kurkrankenhaus
und der Naturheilanstalt.
"Die Ortschaft gehört zu den am meisten entzückenden
in unserem Lande, seit langer Zeit weit berühmt, und als unter neuentstandenen
Heilanstalten an erster stelle eingereiht, ..."
(zit. aus "Gwiazdka Cieszynska", 1880)
Ustron ist klimatisch und landschaftlich vom umgebenden Gebirge geprägt
(340 bis 450 m Meereshöhe). Das
Klima ist mäßig antreibend, ziemlich warm, mit reichlichen Niederschlägen.
Die Kuranlagen befinden sich im östlichen Viertel Zawodzie, am Fuß
der Rownica. Der 1967 von der Stadt erworbene Kurortstatus brachte
in den Vordergrund die heilungsbezogene Funktion des Ortes. Zur Zeit
gibt es hier im Krankenhaus für Rheumabehandlung 360 Patientenplätze,
im Kurkrankenhaus 808, in den Kurheimen Malwa, Roza und Elektron 510
Plätze, in Heil- und Gesundheitsaufbauszentren 335 Betten. Es gibt
dort also ein umfangreiches Angebot von Heilung und Rehabilitation
im Erkrankungsbereich des Bewegungs-, Blutkreis-, Atem- und Nervensystems.
Zentralobjekt des Kurviertels ist die Naturheilstätte (Dom Zdrojowy)
mit ihrer modernen Einrichtung und der mannigfaltigen medizinischen
Ausstattung. Die Heilanstalt bietet ein umfassendes Angebot von physiktherapeutischen
Behandlungsvorgängen an, besonders Jod- und Bromsolebäder, Moorumschläge
aus eigenen Moorflözen, Licht-, Elektro-, Laser-, Kühl- und Magnettherapie,
Inhalationen, Massagen und Bewegungsrehabilitierung.
Das Gebäude des Kurkrankenhauses ist mittels eines abgedeckten Verbindungsweges
wettergeschützt erreichbar. Alle Kurhäuser verfügen über bequeme Ein-,
Zwei- und Dreibettzimmer mit Vollausstattung. Es gibt da ärztliche
Sprechstunden, diagnostische Labors, Erholungs- und Unterhaltungsmöglichkeiten.
Man kann es sich nach den Behandlungen beim Kaffeetratsch, im Leseklub,
bei Gesellschaftsspielen, im Kino, bei Tanzabenden in einem der Cafes
gemütlich machen. Es werden auch für Gäste Ausflüge in die benachbarte
Umgebung organisiert. Die Aufenthaltsfrist ist vom Wunsch des Patienten,
aber auch von Anweisungen des Hausarztes bzw. des Kurarztes abhängig.
Kurpreise werden vom Ministerium für Gesundheitswesen festgesiegt,
schwanken also nur inflationsbedingt. Im Kurpreis sind auch verordnete
Heilvorgänge einbezogen.
Das medizinische Personal ist hochqualifiziert und gewährleistet ein
dementsprechendes Niveau der Dienstleistungen.
Sehenswürdiges in Ustron und Umgebung. 
Altbauten hiesiger traditioneller Dorfarchitektur sind in Ustron
kaum erhalten geblieben. In Nierodzim ist eine kleine Holzkirche,
die Annakirche aus dem Jahr 1769 sehenswert. Im Chorraum befindet
sich ein Gemälde der hl. Anna-Selbdritt vom Anfang des XVII. Jh.
Das nächste Kirchendenkmal ist die katholische Klemenskirche aus dem
Jahr 1788. Vor dem Tempel befinden sich Figuren des hl. Josephs mit
dem Kindlein und des hl. Jan Nepomuk. Es sind Werke von Vaclav Donay
aus dem XVIII. Jh. 1835 wurde die evangelische Apostel-Jakob-Kirche
Augsburger Konfession eingeweiht. Der klassizistische Bau ist innen
dreischiffig, mit doppelten Logen in den Seitenschiffen. Im halbkreisigen
Chor ist der Altar von Ruprecht, einem Wiener Architekten aufgestellt,
und das "Heilige Abendmahl" von J. Stetke. In der Stadtmitte, in der
Ogrodowastr., wurde ein Teil der alten Donbauten aus der zweiten Hälfte
des XVIII Jh. wiederhergestellt.
Eine rot markierte Wanderstrecke führt vom Kurviertel Zawodzie in
Richtung Berg Rownica, wo unterwegs am Waldhang ein Steinaltar zu
sehen ist. Es ist eine Gedenkstätte der örtlichen Lutheraner, die
eben hier während der Verfolgung im XVII. Jh. heimliche Gottesdienste
abhielten. Unter den Naturdenkmälern ist die sog. König-Jan-Sobieski-Eiche
zu vermerken. Der Legende nach haben diesen Baum die Bewohner von
Ustron zum Andenken des Ritterzuges des polnischen Königs Jan gepflanzt,
der gegen die Wien belagernden Türken zog. Es lohnt auch ein Besuch
im von Ing. Jan Jarocki 1986 gegründeten Museum für Hütten- und Schmiedewesen.
Es haust im Gebäude der ehemaligen Hüttenverwaltung. Im ersten Stock
wird die Geschichte des Ustroner Hüttenwesens vorgeführt. Man kann
da zahlreiche Maschinen und Einrichtungen, auch manche Hütten- und
Schmiedeprodukte besichtigen. Im Erdgeschoß werden Zeitexpositionen
organisiert, hier befindet sich die Ustroner Galerie Moderner Kunst
mit Werken örtlicher zeitgenössischer Künstler. Eine Abteilung dieses
Museums, die Sammlungen von Maria Skalicka, befindet sich in der 3.Maistraße.
Es ist eine Dauerausstellung von Bücherzeichen, Medaillen, Graphiken
und Bibliophilien. Im Kurviertel Zawodzie gibt es im Bereich der Badeanstalt
(Dom Zdrojowy) ein Kino, in der Stadtmitte im Kurpark eine Freilichtbühne,
wo eine Reihe von Sommerveranstaltungen durchgeführt wird. 
Ustrons ganz besondere Lage in mitten von malerischen Waldhängen (die
Höhenunterschiede zwischen dem Stadtzentrum und den Gipfeln der Czantoria
und Rownica schwanken um die 500 m), markierte Spazier- und Wanderwege,
auch die Einrichtungen für Sport und Erholung sind vorteilhafte Gründe
für Bergwanderungen, Ski- und Radsport, auch anderer Arten von sportlichen
Winter- und Sommeraktivitäten. Gäste, die keine ausgesprochenen Bergwanderer
sind, können viel Vergnügen an Spaziergängen auf den zahlreichen markierten
Spazierstegen genießen, derer Gesamtlänge 28,5 km ausmacht. Es lohnt
also einen Trip zur begehrten Karlquelle, zur naturreich ausgestatteten
Skalica. Der hautnahe Kontakt mit den so mannigfaltigen Waldarten
der Schlesischen Beskiden, dem so naturbelassenen Vogelgesang, der
hier noch klingt, macht dem Stadtbewohner wahre Freude.
Unter den Touristen ist der Sessellift zur Großen Czantoria sehr beliebt,
auch die neu angelegte Sommerrodelbahn auf der Stoklosica-Alm. Von
hier oben ist das ganze Panorama von Ustron und dem weit sich ausdehnenden
Gebirge zu bewundern. Vom Gipfel, der in ca. 30 Minuten zu Fuß erreichbar
ist, kann man bei guter Sicht im Osten die Hohe Tatra, und im Süden
die Kleine Tatra (Slowakei) sehen. Einen wunderbaren Blick hat man
auch von der gegenüberliegenden Rownica. 
Man erreicht die Bergbaude gleich unterhalb des Gipfels entweder zu
Fuß, oder auch mit dem Auto. Hier lohnt der Besuch in ihrem gemütlichen
Restaurant, in der "Räuberhütte" (ein Imbiß), im Wirtshaus "Zum Teufelshuf'
(in einer 200-jährigen Bauernhütte eingerichtet).
Erprobten Bergwanderern stehen 10 Wanderwege mit einer Gesamtlänge
von 60 km zur Verfügung. Hier beginnt die Hauptstrecke der Westbeskiden,
des Sosnowski-Wanderweges. Unterwegs bewundert man nicht nur Schöne
Berge und Wälder, es ist dort auch ein richtiges Paradies für Pilz-,
Blaubeer-, Brombeer- und Himbeersammler.
Für Mountainbiker sind 9,5 km markierte Radwege eingerichtet, auch
andere nicht markierte Gebirgsstege. Wasserfreunde können die natürlichen
Wiesenstrände an der Wisla benutzen, das Freibad besuchen, auch Solen-Hallenbäder
in der Naturheilanstalt, das Hallenbad in der Großpension "Mazowsze".
Es gibt einen Weiher mit Paddelbooten und Wasserfahrrädern, auch einen
Fischteich für Angler. Man kann an einigen Stellen Tennis und Basketball
spielen, es gibt zahlreiche Strecken für Jogging. 
Auch in der Wintersaison bietet Ustron seinen Gästen entsprechende
Unterhaltung. Skihasen stehen 7 Schlepplifte und ein Sessellift zur
Verfügung, gut präparierte Skipisten für Anfänger und Spitzenfahrer.
Ein wahres Skiparadies ist die Große Czantoria mit seinen zwei Abfahrtsstrecken
(1.900 und 2.500 m lang). Im Poniwiec-Tal wird eine Slalom-Piste künstlich
beschneit und beleuchtet. Am Skigelände gibt es Imbisse, im Stadtzentrum
einen Skiservice und Skiverleih. Skiwanderern ist die Gegend der Rownica
und Kleinen Czantoria zu empfehlen. Sollte jedoch das Winterwetter
sich unfreundlich benehmen, also könnte man mit den Skis nicht raus,
dann besuchen Sie, bitte, die eben genannten Hallenbäder, Fitnessräume,
Saunas, Solarbäder oder Billardpools.
Langeweile haben Sie in Ustron bestimmt nicht ! 
Sportliche Hauptveranstaltungen:
Gebirgsgeländelauf (Mai)
Marschlauf im Weichseltal (Juni)
Romantischer Lauf (August)
Basketball - Tournier (August)
Legionistenlauf (Legionen - polnische nationale Militäreinheiten
während des I Weltkrieges) (November)
Kulturelle Hauptveranstaltungen: 
Freilichttheater:
Kinder spielen für Kinder - Kinder spielen für Eltern (Juni)
Eröffnung der künstlerischen Saison (Juni)
Festival religiösen Schaffens GAUDE FEST (Juli)
Wahl der Ferienkönigin (August)
Erntedankfest (August)
Berg Rownica: 
Festival für Musik und Natur "Wo die Bronnen entspringen" (August)
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