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Zakopane

Polens bekanntester Ferienort, liegt in einem weiten Talbecken
nördlich der Tatra. Als Gebirge ist es nicht sonderlich
groß: nur 50 Kilometer lang, maximal 15 Kilometer breit und nur
wenig über 2.650 Metern hoch - kein Vergleich zu den Schweizer
Alpenriesen! Es gibt jedoch in Europa kein Gebirge mit derart
vielgestaltiger Landschaft und so völlig unterschiedlichen Ausblicken
wie die Tatra - ein Gebirge in Taschenausgabe, eine Miniatur und
Quintessenz der Schönheit der Berge.Die Stadt Zakopane (30.000
Einwohner) hat sich aus einem im 17. Jahrhundert angelegten Dorf
entwickelt. Im Ortsteil Kuznice arbeitete bis ins 19. Jahrhundert
hinein ein Hütten- und Schmiedewerk, eines der größten in diesem
Teil Europas. Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Tourismus
eine immer größere Rolle zu spielen (Schlammbäder und Heilkuren
in saurer Schafsmilch). Im Jahr 1873 entstand der Tatraverein,
einer der ersten europäischen Gebirgsvereine. Um die Jahrhundertwende
bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges war Zakopane eines der
bedeutenderen polnischen Kulturzentren, mit dem so bekannte Namen
wie Stanislaw Witkiewicz und Karol Szymanowski
verbunden sind.In der hochgelegenen Stadt (840 Meter) findet man
neben vielen Holzhäusern (Koscieliska) der Góralen (Nachkommen
eines ursprünglichen Hirtenvolkes) auch Villen im sogenannten
“Zakopane-Stil“, in dem Einflüsse der Góralenarchitektur mit Elementen
des Jugendstils verknüpft wurden.Zakopane war auch Austragungsort
wichtiger Sportwettkämpfe, z.B. der FIS-Weltmeisterschaften (1929,
1939 und 1962) sowie der Universiade 1993, dem alljährlichen Treffen
der Auslandspolen. Alljährlich werden in Zakopane viele kulturelle
Veranstaltungen abgehalten, z.B. die Karol Szymanowski gewidmeten
Musiktage (März bis Juli), im August das Internationale Folklorefestival
der Bergbewohner (seit 1965) und im September der “Tatraherbst“
- eine folkloristische und touristische Veranstaltungsreihe.Zakopane
ist mit dem Auto, per Bus oder Zug zu erreichen. Der nächstgelegene
Flughafen ist Krakau. Außerdem gibt es eine gute Zugverbindung
von Warschau aus. Von der Stadt aus kann man Ausflüge und Wandertouren
ins Gebirge unternehmen. Eine Seilbahn führt auf den 1.959 Meter
hohen Gipfel des “Kasprowy Wierch“.
Ausflugsziele:
Alte Kirche (Koscieliska-Straße):
Die erste, um die Mitte des 19. Jahrhunderts aus Holz erbaute
Zakopaner Kirche mit reichem, von lokalen Schnitzern gefertigtem
Schmuckwerk.
Alter Friedhof (Koscieliska-Straße): Ruhestätte viele Persönlichkeiten,
die sich um Zakopane, das Tatravorland und die polnische Kultur
besonders verdient gemacht haben.
Historische Holzhäuser (Koscieliska-Straße): eine lange Reihe
anmutiger Wohnhäuser, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts hier
entstanden sind.
Diverse Gebäude im “Zakopaner Stil“ (entwickelt von Stanislaw
Witkiewitsch gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Anlehnung an
Formen der lokalen Schnitzkunst):
-
“Haus unter
den Tannen“ auf der Kozieniec-Anhöhe
-
Villa “Koliba“
in der Koscieliska-Straße
-
Holzkirche im
Ortsteil Jaszczurówka
-
Gebäude des Tatra-Museums
in der Krupówki-Straße
Zeitgenössische Sakralbauten:
-
Heiligkreuzkirche
in der Zamoyski-Straße
-
Pfarrkirche im
Dorf Olcza
Sonnbergalm/Gubalówka: Ein 1.120
Meter hoher Höhenzug, der den Zakopaner Talkessel nach Norden
hin abschließt. Im Winter ausgezeichnetes Skigelände (Gubalówka,
Butorowy Wierch, Kotelnica). Schienenseilbahn auf die Sonnenbergalm.
Prächtige Ausblicke zur gesamten Gebirgskette der Tatra. Den
Bergrücken entlang führt ein bequemer Spazierweg zum Berg Butorowy,
von wo man mit einem Sessellift wieder ins Tal fährt. Er bietet
schöne Anblicke während der Fahrt.
Zakopaner Umgebung 
-
Chocholów (20
Kilometer nordwestlich von Zakopane) Ein historisches Goralendorf
mit vielen, gut erhaltenen Gebäuden, u.a. ein aus fast meterdicken
Balken errichtetes Haus. Interessante Kirche. Museum mit Exponaten
vom Bauernaufstand 1846.
- Freilichtmuseum in Zubrzyca Górna
(50 Kilometer nordwestlich von Zakopane): Um den einstigen Sitz
eines Landadligen herum stehen viele historische Gebäude aus
dem polnischen Teil von Orava.
- Orawka (40 Kilometer nordwestlich
von Zakopane): Im Dorf eine Holzkirche aus dem 17. Jahrhundert
mit beeindruckender farblicher Ausgestaltung sowie einer Orgel
aus der Zeit um 1670.
- Ludzmierz (25 Kilometer nördlich
von Zakopane): Wallfahrtsort. Das Dorf aus dem 13. Jahrhundert
ist berühmt für seine Marienfigur mit Kind aus dem 15. Jahrhhundert.
- Nowy Targ (20 Kilometer nördlich
von Zakopane): Größte Stadt im Tatravorland, Zentrum des polnischen
Eishockeys. Katharinenkirche aus dem 14. Jahrhhundert mit barocker
Innengestaltung. Kirche der hl. Anne mit wertvollen Gemälden
aus dem 16. Jahrhundert.
- Debno (40 Kilometer nordöstlich
von Zakopane): Im Dorf steht eine Holzkirche aus dem 16. Jahrhundert
mit herrlichen Wand- und Deckengemälden. Ein historisches Bauwerk
von Weltrang.
- Bukowina Tatrzanska (18 Kilometer
nordöstlich von Zakopane): Am Weg zum Fischbachtal auf mehreren
Bergrücken gelegenes Dorf. Herrliches Tatrapanorama. Beliebter
Ferienort im Sommer und Winter. Ausgezeichnete Bedingungen für
erholsamen Skilauf, insbesondere für Anfänger. Zahlreiche Lifte.
Schneedecke bis ins späte Frühjahr. Vortreffliches Gelände für
Skiwanderungen und Langlauf.
Koscielska-Tal
Das schönste Tal im polnischen Teil
der westlichen Tatra. Hier finden Sie für den Besuchsverkehr erschlossene
Höhlen und grandiose Felsschluchten. Von Zakopane aus mit dem
Bus. Im unteren Teil des Tals verkehren Pferdedroschken, im Winter
Schlitten. Eishöhle/Mrozna: Führungen durch die elektrisch beleuchtete
Höhle. Eisquelle: eine Karstquelle, die u.a. das Wasser aus der
tiefsten Schneehöhle der Tatra ableitet. Krakauer Schlucht: die
schönste Felsschlucht in der Tatra. In der Schlucht liegt eine
“Drachenloch“ genannte kleine Höhle. Taschenlampe mitnehmen! Irrhöhle/Mylna:
ein mehr als einen Kilometer langes unterirdisches Labyrinth mit
Felsöffnungen, aus denen aus sich einmalige Ausblicke ins Koscielska-Tal
bieten. Durch
die Höhle führt ein markierter Wanderweg. Die Höhle kann in eigener
Regie und mit gut funktionierender Taschenlampe besichtigt werden.
Gleich in der Nähe befinden sich zwei weitere Höhlen: Raptawicka
und Oblazkowa. Strazycka-Tal (Siklawica): Ein sehenswerter Wasserfall,
der sich über zwei mehr als zehn Meter hohe Schwellen ergießt.
Skispaß
in Zakopane
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